All-Business: British Airways startet Luxusflüge nach New York

Die Briten schwimmen gegen den Strom: Trotz des massiven Buchungseinbruchs bei oberen Sitzklassen hält British Airways an ihren Premiumflügen in die USA fest. Ab sofort startet zweimal täglich ein All-Business-Flug von London-City nach New York.

British Airways: Im Business-Class-Flieger über den Ozean Fotos
British Airways

Noch im Juli befürchtete British-Airways-Präsident Martin Broughton angesichts der Wirtschaftskrise dauerhafte Schäden für das Business- und First-Class-Segment: "Der Markt für Premium-Reisen wird sich möglicherweise nie vollständig erholen", sagte Broughton auf der Hauptversammlung, denn die Budgets für Geschäftsreisen seien stark zusammengestrichen worden und die Verbraucher müssten ihre Schulden reduzieren.

Dennoch und trotz Verlusten von 401 Millionen Pfund im vergangenen Geschäftsjahr rückt die britische Fluglinie nicht von ihren Plänen eines exklusiven Luxusflugs über den Atlantik ab. Der All-Business-Flug soll die Finanzmetropolen London und New York kurzschließen. "Wir glauben, dass es einen erheblichen Bedarf an Business-Class-Flügen von und zum Flughafen London-City gibt", teilte der British-Airways-Chef Willie Walsh am Dienstag mit.

Um 12.50 Uhr hob ein Airbus 318 mit der Flugnummer BA001 in London-City mit dem Ziel John-F.-Kennedy-Flughafen ab, die erste der künftig zweimal täglich fliegenden Maschinen. Ausgestattet ist der Airbus mit 32 Club-World-Sitzen, die vollständig zu Betten umgebaut werden können. Die Passagiere können während des gesamten Transatlantikflugs SMS, E-Mail und Internet nutzen, der Service wird von OnAir angeboten. Der Check-in ist bis 15 Minuten vor dem Abflug möglich. Auf dem Hinflug wird im irischen Shannon ein Tankstopp eingelegt. Die Preise für ein Hin- und Rückflugticket reichen von 1999,60 Pfund (2194 Euro) bis 5326,60 Pfund (5846 Euro)

Der Start der neuen Verbindung ist riskant. In den vergangenen Jahren hatten bereits andere Fluglinien exklusive Business-Flüge in die USA im Programm. Doch die Angebote von Silverjet, Maxjet und Eos floppten. Walsh gibt sich zum Start optimistisch: "Zum ersten Mal hat die Londoner Innenstadt einen maßgeschneiderten Service nach New York vor der Haustür, der Geschäftsleuten, die zwischen den beiden Finanzdistrikten pendeln, erlaubt, die Reisezeit bestmöglich zu nutzen."

Zugleich zieht British Airways die Sparschraube bei ihren normalen Flügen an. Künftig müssen die Kunden für langfristige Sitzplatzreservierungen eine Extragebühr zahlen. Wer sicherstellen will, mit anderen Reisenden zusammenzusitzen oder einen bestimmten Platz am Fenster oder Gang bevorzugt, kann das bei der Buchung angeben, teilte die Fluggesellschaft mit. Dafür müsse dann aber zwischen 10 und 60 Pfund extra bezahlt werden. Der Zuschlag variiert nach Flugstrecke und Klasse. Die bisherige Regelung, in den 24 Stunden vor dem Start je nach Möglichkeit kostenlos einen Platz zu wählen, bleibt bestehen.

abl mit Material von AP und dpa

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