Iditarod in Alaska 25-Jähriger gewinnt berühmtes Hundeschlittenrennen

Es ist das älteste Hundeschlittenrennen der Welt - nun hat es seinen jüngsten Gewinner: Beim diesjährigen Iditarod kam ein 25-jähriger Amerikaner als Erster ins Ziel. Eine Kölnerin und zehn weitere Teilnehmer schieden vorzeitig aus.

AP

San Francisco/Anchorage - Der Amerikaner Dallas Seavey hat beim Iditarod in Alaska, dem längsten Hundeschlittenrennen der Welt, einen Rekord aufgestellt: Mit 25 Jahren ist er der jüngste Gewinner in der 40-jährigen Geschichte des Wettrennens.

Nach Angaben der Veranstalter brauchte der Musher aus Alaska neun Tage, vier Stunden und 29 Minuten, um die rund 1800 Kilometer lange Strecke durch den eisigen Norden Alaskas hinter sich zu bringen. Seavey kam am Dienstagabend um 19:29 Uhr mit seinen Hunden in der Ortschaft Nome ans Ziel.

Im Ziel umarmte der Sieger seine Tiere. "Sie bedeuten mir alles", sagte Seavey. "Ich bin so stolz auf sie." Nach dem Rennen berichtete er, dass ihm der Schlafmangel zuletzt stark zugesetzt habe. Manchmal habe er sich eingebildet, Lichter zu sehen. "Ich habe gedacht, das ist die Stirnlampe eines anderen Mushers, der mich überholen will". Im Februar 2011 hatte Seavey bereits beim Hundeschlittenrennen Yukon Quest gewonnen, das ebenfalls als besonders große Herausforderung gilt - auch dort war er der bislang jüngste Sieger.

Beim diesjährigen Iditarod waren 66 Schlittenführer im Alter von 25 bis 74 Jahren Anfang März mit ihren Hunden in Anchorage an den Start gegangen. Elf Teilnehmer schieden im Verlauf des harten Rennens aus, darunter auch die gebürtige Kölnerin Silvia Furtwängler. Die 50-jährige Extremsportlerin lebt seit 2008 in Norwegen. Auch der in Kanada lebende gebürtige Bayer Gerry Willomitzer, 43, hatte vorzeitig aufgegeben.

Bei Seaveys Zieleinlauf waren noch 54 Mitstreiter unterwegs, darunter an 19. Stelle der gebürtige Schweizer Martin Buser, der 2002 als Sieger durchs Ziel gegangen war. Zur Zeit von Seaveys Zieleinlauf lag dessen Vater Mitch auf Platz sieben - er hatte das Rennen im Jahr 2004 gewonnen.

jus/sto/dpa/AP



insgesamt 7 Beiträge
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mikesch0815 14.03.2012
1. Eine aussterbende "Sport"art
Tja, man kann nur im Sinne der Hunde hoffen, daß diese "Sportart" langsam aber sicher ausstirbt. Schade, das SPON nicht über die Schattenseiten dieses "Sportes" schreibt und informiert.
Annika Hansen, 14.03.2012
2. Jeder...
Zitat von sysopREUTERSEs ist das älteste Hundeschlittenrennen der Welt - nun hat es seinen jüngsten Gewinner: Beim diesjährigen Iditarod kam ein 25-jähriger Amerikaner als Erster ins Ziel. Eine Kölnerin und zehn weitere Teilnehmer schieden vorzeitig aus. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,821232,00.html
der sich einen Husky oder einen anderen Schlittenhund zulegen will, weil sie ach so schöne blaue Augen haben, sollte sich diesen Artikel durchlesen und seine Wahl überdenken. Dafür wurden die Hund gezüchtet als Arbeitstiere und nicht als Accessoire.
Annika Hansen, 14.03.2012
3. ...
Zitat von mikesch0815Tja, man kann nur im Sinne der Hunde hoffen, daß diese "Sportart" langsam aber sicher ausstirbt. Schade, das SPON nicht über die Schattenseiten dieses "Sportes" schreibt und informiert.
Was sind den die Schattenseiten? Erklärung bitte!
mikesch0815 14.03.2012
4. Huch?
Ich hatte schon mal geantwortet, aber im Forum erscheint nix: Also, das Iditarod ist ein kommerzielles Hunderennen und hat massive Schattenseiten - die natürlich nicht in das Hochglanzschema hineinpassen: Iditarod Hunderennen | Tierschutznews (http://www.tierschutznews.ch/radar/nord-amerika/1493-iditarod-hunderennen.html) Ich halte selbst seit 20 Jahren Huskies und liebe diese Hunde. Sie haben einfach ein besseres und vorallem artgerechteres Leben verdient. Sie sind keine Sportmaschinen.
alyeska 14.03.2012
5. Warum sollte sie aussterben !?
Zitat von mikesch0815Tja, man kann nur im Sinne der Hunde hoffen, daß diese "Sportart" langsam aber sicher ausstirbt. Schade, das SPON nicht über die Schattenseiten dieses "Sportes" schreibt und informiert.
Diese Sportart wird genauso wenig aussterben wie Fussball... !! Es ist die populärste Sportart im hohen Norden der USA. Ich selber habe mir dieses Rennen schon mehrere Male angesehen und kenne auch einige Musher in Alaska, da ich schon seit über 20 Jahren eng mit diesem Land verbunden bin. Die Hunde werden gehegt, gepflegt und geliebt und haben grossen Spass an der Bewegung. Während des Iditarod werden sie an jedem Checkpoint von zwei unabhängigen Ärzten untersucht und aus dem Rennen genommen, wenn es irgendwelche gesundheitliche Bedenken gegen das Weiterlaufen gibt. Sie bekommen exzellente Verpflegung und genug Pausen um zu regenerieren. Zwei Zwangspausen von je 8 Stunden und eine von 24 Stunden sind hierbei unter anderem Pflicht. Ich rate Ihnen sich die Situation mal aus der Nähe zu betrachten, dass ändert möglicherweise den Blickwinkel.
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