Ansagen der Crew: Worüber Flugpassagiere gar nicht lachen

Der eine treibt Scherze über kaputte Triebwerke, der andere wiehert nach einer harten Landung ins Mikrofon: Leser von SPIEGEL ONLINE haben mehr oder weniger lustige Ansagen von Piloten zusammengetragen. Menschen mit Tendenz zu Flugangst sollten jetzt nicht weiterlesen.

Wenn technische Probleme im Flugzeug auftreten, dann gehen Piloten gemeinhin offen damit um. Das zumindest lernen sie in Ansagetrainings. Nicht immer gelingt es jedoch, Ängste zu vertreiben. Denn manchmal liegt der Kapitän mit seinem Humor auch kräftig daneben, wie Zuschriften der Leser von SPIEGEL ONLINE zeigen.

"Der Techniker hat auch Familie"

Teilnehmer beim Flugangst-Seminar (Archiv): Leser berichten von flauen Gefühlen beim Fliegen
DDP

Teilnehmer beim Flugangst-Seminar (Archiv): Leser berichten von flauen Gefühlen beim Fliegen

Einen Tag nach dem Flugzeugabsturz von Madrid erlebte Leser Sven Huppach einen Zwischenfall in Funchal auf Madeira. Als die Maschine die Parkposition bereits verlassen hatte und auf dem Weg zur Runway war, habe der Co-Pilot vermeldet: "Wir haben soeben festgestellt, dass wir aus dem linken Triebwerk Sprit verlieren." Man werde nun in die Parkposition rollen und dort ein paar Belastungstests machen. "Wir wissen aber noch nicht, ob wir das Problem lösen können", habe der Co-Pilot gesagt.

"Die Situation als bizarr zu beschreiben, wäre untertrieben", schreibt Sven Huppach, der früher Kollegen mit Flugangst belächelte. Doch an dem Tag sei auch ihm zum ersten Mal flau im Magen geworden.

Mit einem Tag Verspätung habe die Maschine in Richtung Hamburg abgehoben. Der Pilot: "Ladys and Gentlemen, heute morgen ist das Ersatzteil aus Deutschland gekommen. Wir konnten das Problem lösen und versuchen jetzt erneut zu starten. Der Techniker aus Berlin sitzt in der letzten Reihe. Auch er hat Familie und möchte nach Hause."

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11  Bilder
Flugzeugzwischenfälle: Todesangst über den Wolken

Total veräppelt

Von einem US-Inlandsflug von Phoenix nach Los Angeles berichtet Leser Steven Bruett: "Nach einer ziemlich harten Landung in Los Angeles kam zwar kein Kommentar vom Cockpit, stattdessen schnalzte der Kapitän ins Mikrofon und ahmte das Geräusch von Pferdehufen nach. Zum Abschluss kam noch ein fröhliches Wiehern."

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Forum - Wie sicher fühlen Sie sich im Flieger?
insgesamt 703 Beiträge
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1. Gute Fluggesellschaften aussuchen, das minimiert das Risiko.
derreibert 21.08.2008
Zwar sind Fluglinien wie Quantas, Lufthansa, Air France o.ä. teurer als viele Billigkonkurrenten, doch fühle ich mich bei ihnen sicherer. Irgendwo muss das Geld ja eingespart werden, wenn Flüge durch halb Europa für wenige Euro angeboten werden. Bei dem Absturz einer Helios-Airways-Maschine 2005 und den vorangegangenen technischen Problemen dieser Fluglinie kam ans Licht, dass bei Ersatzteilen und Wartung gespart wurde. Bei Billig-Fliegern fühle ich mich NICHT sicher. Diese Spanische Fluglinie ist auch eine sehr günstige, doch ob dort an der falschen Stelle gespart wurde, können erst die Untersuchungen ans Tageslicht bringen.
2.
Joachim Baum 21.08.2008
Zitat von sysopDas Unglück in Madrid schockierte Reisende und die Flugbranche. Wie sicher fühlen Sie sich derzeit beim Fliegen?
Immer noch sicherer als im Auto, die Unfallstatistik gibt mir in meinem Gefühl sogar Recht.
3. moderne Verkehrsmittel vermeiden
fucus-wakame 21.08.2008
Man kann auf moderne Verkehrsmittel durchaus verzichten (Flugzeug, Auto, Bahn) und auch mal häufiger zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Also ein aktiver Beitrag zur Sicherheit.
4.
Sackaboner 21.08.2008
Betrachtet man die Geschichte der Flugzeugunglücke, dann ist unverständlich, wie der Start trotz Mängeln freigegeben werden konnte. Vor einigen Jahren gab es ein ähnliches Unglück mit einer Concorde, bei der auch ein Triebwerk brannte. Warum hat man nichts daraus gelernt und Kameras installiert, die den Piloten den Zustand der Triebwerke zeigen. Warum gibt es keine automatischen Feuerlöschanlagen in den Triebwerken? Bedarf es immer erst einer Katastrophe, damit augenscheinliche Mängel behoben werden?
5.
deuterius 21.08.2008
Zitat von fucus-wakameMan kann auf moderne Verkehrsmittel durchaus verzichten (Flugzeug, Auto, Bahn) und auch mal häufiger zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Also ein aktiver Beitrag zur Sicherheit.
Klar, wenn man im Dunstkreis seiner Behausung lebt. Arbeiten Sie ?
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