Asiana Airlines Rockzwang für koreanische Stewardessen ist diskriminierend

Ein Recht auf Hosen: Die weiblichen Flugbegleiter von Asiana Airlines dürfen zukünftig ihre Röcke im Schrank lassen. Der Dresscode des südkoreanischen Unternehmens wurde als diskriminierend eingestuft.

Asiana-Stewardessen: Für die weiblichen Flugbegleiter bestand 25 Jahre lang Rockzwang
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Asiana-Stewardessen: Für die weiblichen Flugbegleiter bestand 25 Jahre lang Rockzwang


Seoul - Die Stewardessen der südkoreanischen Fluggesellschaft Asiana Airlines haben nun endlich die Wahl. Zumindest wenn es um die Kleidung geht. Das weibliche Bordpersonal darf zukünftig nun auch Hosen während der Arbeit tragen. 25 Jahre bestand für die knapp 3000 Frauen im Dienst von Asiana Rockpflicht.

Die Nationale Menschenrechtskommission in Südkorea hat diese Vorschrift nun aufgehoben. Der Rockzwang sei diskriminierend. Vorausgegangen war dieser Entscheidung eine Beschwerde des hiesigen Gewerkschaftsbundes, der sich an den Vorschriften der Fluggesellschaft störte. Asianas Dresscode für weibliche Flugbegleiter ist zehn Seiten lang und regelt alles: von der Haarfarbe über Ohrringe bis zum Make-up.

Asiana-Betriebsratchefin Kweon Soo-Joung begrüßte die neuen Kleidungsvorschriften ihres Arbeitgebers. Sie habe allerdings Zweifel, ob nicht auch in Zukunft Druck auf die Stewardessen von Seiten des Managements ausgeübt werde. "Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass vorgesetzte Crew-Mitglieder den ihn untergebenen Hosenträgerinnen intern schlechte Bewertungen geben", sagte Kweon der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap.

dkr/AFP

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