Bundesparteitag in Augsburg Hotels wollen AfD-Politiker nicht beherbergen

Die AfD ist in Augsburg nicht willkommen: Drei Wochen vor ihrem Bundesparteitag haben zwei Hotels mehrere der Politiker wieder ausgeladen - aus Angst vor Krawallen.

Alice Weidel (l.), Beatrix von Storch, Alexander Gauland (r.)
DPA

Alice Weidel (l.), Beatrix von Storch, Alexander Gauland (r.)


Drei Wochen vor dem AfD-Bundesparteitag in Augsburg hat die Partei Probleme mit Hotelreservierungen. Das bekannteste Haus der Stadt, das zu Steigenberger gehörende Hotel Drei Mohren" stornierte aus Angst vor möglichen Krawallen von Linksextremen zehn Zimmer von AfD-Funktionären.

"Um die Sicherheit und das Wohlergehen all unserer Gäste zu gewährleisten, haben wir uns zu diesem Schritt entschieden", sagte Steigenberger-Sprecherin Jannah Baldus. Zunächst hatten mehrere Medien über die Stornierung berichtet.

Hotel Drei Mohren in Augsburg
imago stock&people

Hotel Drei Mohren in Augsburg

Ein zweites Hotel in Augsburg will elf AfD-Politiker nicht beherbergen, darunter Alexander Gauland, Alice Weidel und Beatrix von Storch. Das Holiday Inn Express begründete den Schritt damit, dass man ein internationales Hotel mit entsprechenden Mitarbeitern und Gästen auch aus dem Ausland sei und der Hausfrieden nicht gestört werden solle. Die von der AfD gebuchten Zimmer seien aber nicht storniert. Die Partei könne sie mit anderen Mitgliedern belegen, sagte ein Sprecher des Betreibers Success Hotel Group.

Die AfD kritisierte das Vorgehen der Hotels. "Es ist besorgniserregend und spricht für ein gesellschaftlich vergiftetes Klima, wenn Mitgliedern einer demokratischen Partei die Übernachtung in einem Hotel verwehrt wird", sagte der stellvertretende Bundessprecher, Kay Gottschalk.

Im Internet wird seit Wochen von Unbekannten dazu aufgerufen, während des Parteitags am 30. Juni und 1. Juli auf gewalttätige Weise gegen die AfD vorzugehen. Die beiden Hotels werden in einer Art Reiseführer für Autonome mit dem Titel "Augsburg für Krawalltouristen" auch als mögliche Ziele genannt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die AfD Probleme mit Hotels bei ihrem Bundesparteitag. Die Hotelgruppe Maritim wurde angefeindet, da die Partei im Kölner Haus der Kette tagen wollte. Daraufhin verkündete das Unternehmen, keine Tagungsräume mehr an die AfD vermieten zu wollen und distanzierte sich von der politischen Ausrichtung der Partei.

kry/dpa



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