Feueralarm bei Sydney Australien schließt Nationalparks wegen Buschbränden

Kein Zugang zu den Blue Mountains: Die bei Wanderern populäre Region musste wegen verheerender Buschbrände geschlossen werden. Auch weitere australische Nationalparks sind derzeit nicht zugänglich - noch nie zuvor gab es um diese Jahreszeit schon so große Schäden.

REUTERS

Sydney/München - Wegen der Feuergefahr kommen Australien-Touristen derzeit nicht mehr in die Blue Mountains. Die Region rund 70 Kilometer westlich von Sydney wurde für Besucher geschlossen. "Die Risiken, denen wir hier ausgesetzt sind, dürfen nicht unterschätzt werden", sagte der Vorsitzende des Tourismusverbandes, Randall Walker.

In den Blue Mountains waren wegen der Buschbrände mehr als 1500 Feuerwehrleute im Einsatz, um Ortschaften zu schützen und Funkenflug möglichst zu verhindern. 200 Häuser wurden hier bereits zerstört. Die Feuerwehr setzte Flugzeuge mit Wasserwerfern ein.

Über Teilen von Sydney selbst liegen zwar dichte Rauchschwaden, größere Beeinträchtigungen für Touristen gibt es dort jedoch bislang nicht. Auch der internationale Flugverkehr läuft nach Einschätzungen des Automobilclubs ADAC normal. In den Regionen rund um Sydney müssten Reisende jedoch immer wieder mit Straßensperren rechnen. Auch etliche Eisenbahnlinien sind gesperrt, einige Nationalparks geschlossen.

"Wir haben noch nie zu dieser Jahreszeit so weitreichende Brände mit so viel Schäden und Zerstörung gehabt wie jetzt", sagt Shane Fitzsimmons, Chef der ländlichen Feuerwehr. Die Buschbrandsaison hat gerade erst begonnen, Zehntausende Hektar Buschland und Wälder sind bereits verkohlt. "Wir sollten daran denken, was noch vor uns liegt: die kommenden Monate und der lange Sommer - die Buschbrandgefahr bleibt." Dezember bis Februar sind die heißesten Monate im Südosten Australiens.

sto/dpa



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