Obst-Denkmal in Australien Die "Big Mango" ist verschwunden

Ein zehn Meter hohes Denkmal in Form einer Mango ist im australischen Bowen als gestohlen gemeldet worden. In der Nacht zu Montag soll die Touristenattraktion verschwunden sein. Doch handelt es sich wirklich um Diebstahl - oder ist die Aktion nur ein PR-Gag?

Big Mango in Bowen: Verlust einer großen Frucht
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Big Mango in Bowen: Verlust einer großen Frucht


Die australische Stadt Bowen scheint um eine Sehenswürdigkeit ärmer zu sein. Diebe sollen die "Big Mango" gestohlen haben, eine der Hauptattraktionen der im Bundesstaat Queensland gelegenen Kleinstadt. Das sieben Tonnen schwere Fruchtdenkmal sei in der Nacht zu Montag verschwunden, heißt es. Doch handelt es sich bei dem Vorfall wirklich um Diebstahl - oder ist das Ganze doch nur ein Scherz, der dem 10.000-Einwohner-Ort zu mehr Popularität verhelfen soll?

Die "Brisbane Times" berichtet auf ihrer Website, Mitarbeiter der Touristeninformation hätten am Morgen den Verlust der Kunstfrucht bemerkt. Der Vorsitzende des örtlichen Tourismusverbands, Paul McLaughlin, sagte der Zeitung, der Vorfall habe sich zwischen Mitternacht und zwei Uhr morgens ereignet. Videos der Überwachungskameras hätten mindestens sechs Personen gezeigt, die mit einem Kran und anderem schweren Gerät hantierten.

Die zehn Meter hohe Obstskulptur wurde im Jahr 2002 enthüllt und soll 90.000 australische Dollar (fast 60.000 Euro) wert sein. Gesichtet wurde die von der Küste nahe der Whitsunday Islands verschwundene Riesenmango trotz ihrer Größe aber bislang nicht.

"Das muss ein Schwindel sein"

In Australien gibt es noch weitere solcher überdimensionaler Skulpturen - von einer Big Banana über die Big Strawberry zu gleich mehreren Big Apples und Oranges. Mehr als 145 dieser "Big Things" soll es im ganzen Land geben. Spekulationen, es handele sich bei dem Verlust der Big Mango um einen PR-Gag, wiesen die Mitarbeiter der Touristeninformation laut einem Bericht im "Guardian" als falsch ab.

Die Polizei berichtete demnach auf Nachfrage aber, nicht zu ermitteln, da der Diebstahl nicht gemeldet worden sei. Und Laurence Cronin von der Werbeagentur Banjo Advertising in Sydney, die über die Metadaten einer Pressemitteilung mit dem Vorfall in Verbindung gebracht worden war, konnte "nicht kategorisch abstreiten", dass es sich doch um einen Marketingtrick handele, so der "Guardian". Paul Wise, der 2002 mit der Konstruktion und dem Transport des Mango-Denkmals betraut war, sagte "ABC", man könne die Riesenfrucht auf keinen Fall über Nacht umlagern. "Das muss ein Schwindel sein."

Aufmerksamkeit ist Bowen dank der Aktion in jedem Fall gewiss - durch die Medienberichte und durch allerlei Mitteilungen auf Facebook oder Twitter, wo zahlreiche belustigte Kommentare unter anderem unter den Stichworten "mangogate" und "BringBackTheBigMango" abgesetzt sowie Suchplakate gepostet wurden.

Der Vorfall erinnert an einen Diebstahl in Deutschland im vergangenen Jahr: Damals hatten Unbekannte einen überdimensionalen vergoldeten Keks von der Fassade des Bahlsen-Firmensitzes in Hannover gestohlen. Drei Wochen später tauchte das verschwundene Plätzchen wieder unversehrt auf.

emt/AFP



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insgesamt 3 Beiträge
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taxiralle59 24.02.2014
1. Australier
sind in Bezug auf Attraktionen wohl recht leicht zufrieden zu stellen. Ein 10m hoher orangener "Blubb" namens Mango ist dort Touristenattraktion und dem Spiegel einen Artikel wert. Wirklich interessant...
Hübitusse 24.02.2014
2. optional
Lässt sich bestimmt leicht wegrollen.
ding.dong 24.02.2014
3. Rockhampton Bull
Es ist ein beliebter Streich den Beton Bullen in Rockhampton Queensland, die Hoden zu stehlen. Siehe: http://bigthingsofoz.wordpress.com/tag/balls/ http://www.abc.net.au/news/2013-11-19/chris-murphy-makes-concrete-bull-balls-for-statues-rockhampton/5103306 http://www.abc.net.au/news/2013-11-18/tourism-group-rears-up-over-rockhampton-bull-statues/5098872
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