Ägypten Auswärtiges Amt verschärft Sicherheitshinweise

Der Gaza-Konflikt hat nun auch Einfluss auf den Urlaub in Ägypten: Das Auswärtige Amt warnt Reisende vor einem erhöhten Entführungsrisiko. Auch in Touristenorten wie Scharm al-Scheich mahnt die Behörde zur Vorsicht.


Berlin - Das Auswärtige Amt rät Ägypten-Urlaubern davon ab, auf der Sinai-Halbinsel in Gegenden außerhalb der Touristenorte zu reisen. Der Grund seien der Konflikt zwischen dem benachbarten Israel und militanten Palästinensern im Gaza-Streifen sowie das erhöhte Entführungsrisiko auf dem Sinai, erklärt das Amt in seinen Sicherheitshinweisen. Ausgenommen von dem Gefahrenhinweis seien die Touristenorte zwischen Scharm al-Scheich an der Südspitze und Nuweiba an der Ostküste der Halbinsel.

Allerdings sollten Urlauber auch in diesem Küstenstreifen bestimmte Situationen vermeiden: Die Behörde rät von nächtlichen Autofahrten zum Beispiel zum Flughafen in Scharm al-Scheich ab. In der Zeit des Freitagsgebets sollten Urlauber sich von Menschenansammlungen und Demonstrationen fernhalten.

dpa/dkr

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insgesamt 6 Beiträge
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flyingclown 22.11.2012
1. Touristen
sollten generell gewarnt werden, wenn sie in Länder reisen wollen, welche von radikalen Islamisten regiert werden. Da war die Sicherheit für Reisende während der Diktatur, zB. in Ägypten, oder Libyen bedeutend besser als heute, wo muslimische Bruderschaften und Salafisten über körperliche Strafen nach der Scharia nachdenken. Ich möchte keine Peitschenhiebe bekommen, wenn ich mit meiner Freundin am Strand knutsche, oder nachts im Taxi von Terroristen entführt werden. Da in diesen Ländern
flyingclown 22.11.2012
2. da in diesen Ländern
hauptsächlich vom Tourismus gelebt wird, wird es den islamistischen Fundamentalisten sicher nicht gefallen, wenn keine Gelder zu ihrer Unterstützung mehr fließen und vielleicht hilft es ja wirklich, wieder vernünftige Verhältnisse in diesen Ländern herzustellen.
fort-perfect 22.11.2012
3. Keine
Zitat von sysopDer Gaza-Konflikt hat nun auch Einfluss auf den Urlaub in Ägypten: Das Auswärtige Amt warnt Reisende vor einem erhöhten Entführungsrisiko. Auch in Touristenorten wie Scharm al-Scheich mahnt die Behörde zur Vorsicht. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/auswaertiges-amt-verschaerft-sicherheitshinweise-fuer-aegypten-a-868681.html
Reisen in Länder, wo "Turbanträger" in ihrem archaischen Religionsverständnis das Sagen haben. So interessant die Geschichte dieser Länder ist, so verachtenswert ist diese krude Islamauslegung der aktuellen Führungsschichten dieser Länder......
Werner655 22.11.2012
4. Vernünftige Verhältnisse?
Zitat von flyingclownhauptsächlich vom Tourismus gelebt wird, wird es den islamistischen Fundamentalisten sicher nicht gefallen, wenn keine Gelder zu ihrer Unterstützung mehr fließen und vielleicht hilft es ja wirklich, wieder vernünftige Verhältnisse in diesen Ländern herzustellen.
Was die von Ihnen angeführten "vernünftigen Verhältnisse" in diesen Ländern angeht, dürften sich Ihre Auffassung und die der islamistischen Fundamentalisten grundlegend unterscheiden. Und der von Ihnen verwendete Begriff "Fundamentalisten" erklärt auch, dass eine ambitionierte Sittenpolizei bei ungebührlichem Verhalten sogar auf Bakschisch verzichten würde.
nanalu4470 22.11.2012
5. Nur vorgefertigte Meinungen...
..., wie mir scheint. Ich fliege mehrmals im Jahr nach Ägypten, aber Turbanträger sind mir da noch nicht aufgefallen... Vielleicht sollten obige Schreiberlinge einen Unterschied machen (und verstehen) zwischen islamisch und islamistisch. Und einfach etwas Toleranz gegenüber Andersdenkenden aufbringen. Und zur Info: Ich bin weiblich, unabhängig, blond mit blauen Augen - aber lange nicht blauäugig. Trotzdem fühle ich mich in Ägypten wohl.
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