Auszeit wegen Wartung ICE-T-Züge kehren auf die Strecke zurück

Monatelang mussten Reisende auf den Ersatzverkehr zurückgreifen, jetzt sind die ICE-T-Züge wieder auf wichtigen Strecken im Einsatz. Die Fahrzeiten verkürzen sich dadurch teils erheblich - auch wenn die Züge weiterhin langsamer als üblich unterwegs sind.


Berlin - Monatelange Unannehmlichkeiten für Reisende im Fernverkehr der Bahn sollen an diesem Sonntag ein Ende haben: Zum kleinen Fahrplanwechsel kehrt die ICE-T-Flotte auf wichtige Linien zurück. Sie soll den Kunden auch wieder das volle Sitzplatzangebot bieten, wie der bundeseigene Konzern am Mittwoch in Berlin mitteilte.

ICE-T mit Neigetechnik: Probleme mit defekten Achsen
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ICE-T mit Neigetechnik: Probleme mit defekten Achsen

Dies gilt für die Verbindungen Dortmund-Frankfurt am Main-Passau-Wien, Wiesbaden-Frankfurt-Leipzig-Dresden und Berlin-Leipzig-Nürnberg-München. Auch auf der Strecke Stuttgart-Singen-Zürich sollen wieder überwiegend ICE-T fahren, einzelne Züge noch als Intercity. Die Neigetechnik der ICE-T bleibt allerdings weiter abgeschaltet, was die Fahrzeiten teils um fünf bis zehn Minuten verlängert.

Nach der Entdeckung zweier millimetertiefer Risse an Achsen von ICE-T-Zügen hatte die Bahn im vergangenen Jahr die Abstände ihrer Ultraschall-Kontrollen sicherheitshalber deutlich verkürzt. Um mehr Züge einsatzbereit zu halten, wurden zusätzliche Geräte angeschafft und Beschäftigte eingestellt. Die Bahn hat insgesamt 67 ICE-T-Züge.

Zum kleinen Fahrplanwechsel am Sonntag endet nach rund 100 Tagen auch die Sperrung der ICE-Strecke zwischen Hamburg und Berlin, auf der circa 250.000 Schwellen ausgetauscht wurden. Dadurch soll sich die Fahrtzeit zwischen den beiden größten deutschen Städten wieder auf etwa 90 Minuten verkürzen. Zwischen Frankfurt am Main und Brüssel sollen ICE künftig in 3:06 Stunden, also fast eine halbe Stunde schneller, unterwegs sein. Grund ist die Inbetriebnahme einer neuen Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Aachen und Lüttich.



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