Backpacker in Australien Sex-Dienstleistungen fürs nächste Flugticket

Work & Travel mal anders: Im Norden Australiens arbeiten ausgebrannte Backpacker illegal als Prostituierte. Das zumindest behaupten die Betreiber legal zugelassener Bordelle – die unliebsame Konkurrenz schädigt ihr Geschäft.


Rucksackurlauber sind nicht bekannt dafür, mit zuviel Kleingeld unterwegs zu sein. Viele nehmen die absonderlichsten Jobs an, um das Geld für den nächsten Flug zusammenzukriegen. Manche seien sogar illegal als Prostituierte tätig, sagt Nick Inskip, Sprecher der "Queensland Adult Business Association", einer Interessengemeinschaft der Bordellbetreiber im australischen Staat Queensland, der australischen Zeitung "The Age".

Die illegale Sexindustrie gefährde nicht nur den Profit lizenzierter Etablissements, sondern untergrabe zudem deren Bemühungen, hohe Gesundheits- und Sicherheitsstandards aufrechtzuerhalten, sagte Inskip der Zeitung. Speziell im nördlichen Queensland passiere es häufig, dass Backpacker für illegale Begleitservice-Unternehmen arbeiteten. Dort frage niemand nach einem Ausweis, wie das bei den legalen Einrichtungen üblich sei.

Die illegalen Bordelle und Begleitservices könnten von Kunden geringere Preise verlangen, weil sie keine Steuern und schlechtere Gehälter zahlten und weniger Personal beschäftigten.

In Queensland gibt es insgesamt 23 lizenzierte Bordelle. Begleitagenturen, die Sexdienstleistungen anbieten, sind offiziell verboten – solche Dienste dürfen laut Gesetz nur selbständige Prostituierte anbieten. Schon seit dem vergangenen Jahr vermuten australische Behörden, dass viele Universitätsstudentinnen aus asiatischen Ländern die teuren Studiengebühren mit Nebenjobs in der illegalen Sexindustrie finanzieren.

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