Bis Mitte Juli: Bahn ändert Fahrplan wegen Flutschäden

250.000 Minuten betragen bisher die Verspätungen bei der Bahn aufgrund von Flutschäden. Bisher ist noch nicht absehbar, wann die ICE-Strecke bei Stendal wieder befahrbar ist. Ab Freitag führt das Unternehmen daher einen neuen Fahrplan für Züge nach und ab Berlin ein.

Unterspülte ICE-Strecke in Sachsen-Anhalt: Neuer Fahrplan ab Freitag Zur Großansicht
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Unterspülte ICE-Strecke in Sachsen-Anhalt: Neuer Fahrplan ab Freitag

Berlin - Aufgrund des Hochwassers sind bei der Deutschen Bahn bisher bundesweit etwa 1000 Zugfahrten komplett und weitere 5000 auf Teilstrecken ausgefallen. Ein Bahnsprecher bestätigte am Mittwoch entsprechende Informationen der "Bild"-Zeitung. Die vom Hochwasser verursachten Verspätungen summierten sich mittlerweile auf etwa 250.000 Minuten.

Die Hochwasserschäden im Unternehmen hatte Bahnchef Rüdiger Grube kürzlich bei einem Besuch im Bahnwerk Wittenberge an der Elbe auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag beziffert.

Das nur langsam abfließende Elbe-Hochwasser zwingt die Deutsche Bahn auch in den nächsten Wochen zu Einschränkungen im Fernverkehr. Nach wie vor ist nicht absehbar, wann die überflutete Hochgeschwindigkeitstrasse Hannover-Berlin bei Stendal wieder befahrbar ist, wie die Bahn mitteilte.

Da Fernzüge von und nach Berlin deshalb weiterhin umgeleitet werden, hat die Bahn einen neuen Fahrplan aufgestellt, der von diesem Freitag an zunächst bis 19. Juli gilt. "Für unsere Kunden, die über die Umleitungsstrecken fahren müssen, machen wir so die verlängerten Fahrzeiten kalkulierbarer", sagte Fernverkehrschef Berthold Huber in Berlin. "Außerdem verringern wir durch die früheren Abfahrtzeiten in Berlin die Verspätungen im restlichen deutschen Fernverkehrsnetz."

Vorverlegte Abfahrtszeiten, längere Fahrzeiten

Zum geänderten Fahrplan gehört unter anderem, dass der ICE Sprinter Berlin-Frankfurt/Main eine Stunde früher in der Hauptstadt abfährt und ohne Halt über Erfurt umgeleitet wird. Die Fahrzeit verlängert sich damit um eine Stunde.

60 Minuten mehr müssen auch Reisende auf der ICE-Linie 10 (Köln/Düsseldorf-Hannover-Berlin) einkalkulieren, weil die Züge über Braunschweig und Magdeburg fahren und auch dort halten. In Berlin fahren die Züge eine Stunde früher los als im regulären Fahrplan angegeben, Ausnahme ist der jeweils letzte Zug am Tag.

Auf den ICE-Linien 11 (München-Stuttgart-Frankfurt/Main-Berlin) und 12 (Interlaken-Frankfurt/Main-Berlin) werden die Züge nach Angaben der Bahn ab Fulda ohne Halt umgeleitet. Für die Linie 11 bedeutet das eine um 40 Minuten längere Reisezeit, auf der Linie 12 dauert sie 15 Minuten länger. In Berlin werden die Abfahrtzeiten für die Linie 11 um 30 Minuten und für die Linie 12 um 50 Minuten vorverlegt. Einzelne Züge werden gestrichen. Die EC-Linie 99 (Hamburg-Berlin-Wroclaw) verkehrt nur zwischen Polen und Berlin.

Aktuelle Informationen erhalten Bahnkunden über die kostenlose Servicenummer 08000 99 66 33, im Ausland unter +49 1805 334444 (Gebühren je nach Herkunftsland und Provider). Reisende können sich auch auf www.bahn.de/aktuell und m.bahn.de/ris (für mobile Endgeräte) informieren.

abl/dpa

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1. Und Geld gespart
Strangelove 19.06.2013
Auch wenn es schön ist die Fahrgäste endlich über die wahre Fahrzeit zu informieren und nicht mit Phantasiereisezeiten (wie gegenwärtig, trotz besseren Wissens, auf der Strecke Köln-Berlin), wird der Fahrplan doch wohl eher deswegen umgestellt, um wegen der Verspätungen keine Ticketkosten erstatten zu müssen. Das gilt speziell für Züge, die jede Stunde fahren (Berlin-Köln).
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