900 Baustellen: Bahn erneuert 2013 fast ein Zehntel des Schienennetzes

3,5 Millionen Tonnen Schotter, rund 4,4 Milliarden Euro an Investitionen: Die Bahn will im nächsten Jahr kräftig renovieren. Auf Reisende kommen rund 900 Baustellen zu - manche Fahrten können sich verlängern.

Kreuzungsweiche bei Wismar: Das Schienennetz der Bahn wird 2013 modernisiert Zur Großansicht
DPA

Kreuzungsweiche bei Wismar: Das Schienennetz der Bahn wird 2013 modernisiert

Berlin - Die Deutsche Bahn AG will im kommenden Jahr rund 4,4 Milliarden Euro in ihr Netz investieren. Dabei sollen insgesamt fast 3000 Kilometer Schienen - knapp ein Zehntel des 34.000 Kilometer langen Netzes - erneuert werden, wie das Unternehmen in Berlin mitteilte.

Schwerpunkte seien die Strecken von Hamburg nach Hannover, von Berlin nach Rostock sowie von München nach Salzburg. Auch auf den Routen Nürnberg-Saalfeld-Hannover und Emmerich-Oberhausen-Duisburg sowie im Raum Leipzig werde gebaut.

Auf der Strecke von Hannover nach Hamburg werden viele ICE-Züge wegen einer Umleitung von März bis August 20 Minuten länger brauchen. Auch zwischen Berlin und Rostock wird sich die Fahrt 2013 teils um 15 Minuten verlängern. Bei internationalen Fernzügen über das Ruhrgebiet könnten die Verspätungen teils eine Stunde betragen.

Die Modernisierung des Netzes sei die Voraussetzung für mehr Verkehr auf der Schiene, erklärte Bahn-Vorstand Volker Kefer. Er versprach, die Reisenden würden "umfassend und rechtzeitig" über die damit verbundenen Behinderungen informiert.

Die Bahn will den Angaben zufolge die "rund 900 größten" Baumaßnahmen in 72 Korridoren bündeln. Erneuert werden 1750 Weichen, über zwei Millionen Eisenbahnschwellen und rund 3,5 Millionen Tonnen Schotter.

jus/dapd/dpa

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 8 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
Robert_Rostock 19.11.2012
Zitat von sysop3,5 Millionen Tonnen Schotter, rund 4,4 Milliarden Euro an Investitionen: Die Bahn will im nächsten Jahr kräftig renovieren. Auf Reisende kommen rund 900 Baustellen zu - manche Fahrten können sich verlängern. Bahn erneuert 2013 rund rittel des Schienennetzes - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/bahn-erneuert-2013-rund-rittel-des-schienennetzes-a-868097.html)
Was denn nun: Ein Drittel (wie in der Überschrift) oder ein Zehntel? Und wie kann das überhaupt sein, dass es außer Stuttgart21 noch andere Baustellen bei der Bahn gibt, wo doch S21 sämtliche Bauvorhaben und Instandsetzungen bei der Bahn kannibalisiert?
2. Wieder mal völliger Unsinn!
prince62 19.11.2012
Zitat von Robert_RostockWas denn nun: Ein Drittel (wie in der Überschrift) oder ein Zehntel? Und wie kann das überhaupt sein, dass es außer Stuttgart21 noch andere Baustellen bei der Bahn gibt, wo doch S21 sämtliche Bauvorhaben und Instandsetzungen bei der Bahn kannibalisiert?
Sie schreiben mal wieder wissentlich völligen Schwachsinn, denn der Katstrophenbau von Stuttgart wird aus Steuergeldern bezahlt, die Instandhaltungen des Bahn-Netzes sind normale Investitionen der DB AG, Geschäftsbereich Netz, sonst geht nämlich auf der Schiene nix mehr, wenn die schadhaften Gleisbereich nicht erneuert, bzw. repariert werden und wenn nix mehr auf der Schiene fahren kann, dann hat DB Netz auch keine Einnahmen aus den Trassengebühren. Das wissen Sie natürlich, trotzdem schreiben Sie wieder einmal wissentlich die Unwahrheit.
3. Liebe Spiegel-Online-Redakteure!
0x8000 20.11.2012
Zitat von sysop3,5 Millionen Tonnen Schotter, rund 4,4 Milliarden Euro an Investitionen: Die Bahn will im nächsten Jahr kräftig renovieren. Auf Reisende kommen rund 900 Baustellen zu - manche Fahrten können sich verlängern. Bahn erneuert 2013 rund ein Zehntel des Schienennetzes - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/bahn-erneuert-2013-rund-rittel-des-schienennetzes-a-868097.html)
Wir müssen nun doch ganz deutlich auf die in Hamburg nicht bekannten Fakten verweisen: Die erwähnten 34.000 km sind Streckenlänge, und da gibt es eingleise und zweigleisige Strecken. Dazu kommen die Gleise in Bahnhöfen, und das bedeutet, das die Gleislänge bei über 60.000 km liegt. Wer es nicht glaubt, guckt hier: DB Netz AG - Geschäftsbericht der DB Netz AG (http://www.db-netz.de/fahrweg-de/start/unternehmen/dbnetzag/2600110/geschaeftsbericht.html) Damit sind wir also kaum bei einem Drittel und auch nicht bei einem Zehntel. Selbst ein Zehntel bedeutet, dass Zugverkehr quasi unmöglich wird, weil die Zahl der Engstellen zu groß wird. Um es in den richtigen Rahmen zu bringen: Wir sprechen von Ersatzinvestitionen, die Jahr für Jahr gemacht werden müssen. Also nichts Neues unter der Sonne, und sicher sind im Budget etliche Schienenerneuerungen enthalten, bei denen Schotter und Schwellen nicht angerührt werden. Bitte richtig recherchieren.
4. P.S. Zu den Zahlen
0x8000 20.11.2012
Ein Mitbewerber hat etwas mehr Zahlen genannt: Bei 2Mio Schwellen und einem Schwellenabstand von 60 cm auf Hauptstrecken ergibt das Gleiserneuerungen in einer Länge von ca. 1.200 km. Geht man von einem vollständigen Schotteraustausch aus, dort, wo die vielen neuen Schwellen eingebaut werden, mit einem Ansatz von 3,5 t Schotter pro Gleismeter, ergibt das gut korrelierende 1.000 km vollständige Gleiserneuerung. Der Infrastrukturvorstand sollte wissen, dass ein Gleis 2 Schienen hat. Falls die 3.000 km Schienen tatsächlich richtig berechnet wurden, würden bereits 2.000 km in der oben berechneten Gleiserneuerung enthalten sein, und es blieben bei restlichen 1.000 km Schiene lediglich 500 km Gleislänge für die Schienenerneuerung. Da haben Sie wirklich eine Maus zum Elefanten gemacht, angesichts von 64.000 km Gleislänge. Wenn davon nur 1.200 km real erneuert werden, sprechen wir von einem Investitionsstau, wenn man sich die übliche Lebensdauer eines Gleises ansieht. Und ich glaube mich tatsächlich zu erinnern, ich hätte das letztes Jahr bereits erläutert. Wahrscheinlich bietet die DB AG zu viele gute Häppchen bei ihren Pressekonferenzen.
5. Ach ja...
Robert_Rostock 20.11.2012
Zitat von prince62Sie schreiben mal wieder wissentlich völligen Schwachsinn, denn der Katstrophenbau von Stuttgart wird aus Steuergeldern bezahlt, die Instandhaltungen des Bahn-Netzes sind normale Investitionen der DB AG, Geschäftsbereich Netz, sonst geht nämlich auf der Schiene nix mehr, wenn die schadhaften Gleisbereich nicht erneuert, bzw. repariert werden und wenn nix mehr auf der Schiene fahren kann, dann hat DB Netz auch keine Einnahmen aus den Trassengebühren. Das wissen Sie natürlich, trotzdem schreiben Sie wieder einmal wissentlich die Unwahrheit.
Wo habe ich denn eine Tatsachenbehauptung aufgestellt? Ich habe eine Behauptung der S21-Gegner aufgegriffen und in Frage gestellt. Nebenbei schreiben auch Sie nicht ganz die Wahrheit: In dem hier diskutierten SPON-Artikel geht es ja unter anderem um die Ausbaustrecke Berlin-Rostock. Und die wird auch nicht ausschließlich von der Bahn bezahlt, sondern kräftig von Bund und EU mitfinanziert. Überhaupt ist es doch Grundsatz der Bahn, dass bei jeder Baumaßnahme abgeklopft wird, wie möglichst viel vom Bund bezahlt werden kann.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Reise
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Aktuell
RSS
alles zum Thema Deutsche Bahn
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 8 Kommentare
Getty Images
Wissen Sie, was ein Bahn-Kuss ist? Wie pünktlich ein Shinkansen ist? Und ob die Deutsche Bundesbahn wirklich mit Mondstaub zu scherzen wagte? Allerhöchste Eisenbahn für das SPIEGEL-ONLINE-Quiz. Volldampf voraus!

Anzeige
Fotostrecke
Cartoons aus dem Buch: Kurioses aus der Bahn