Mehr Strecken ab Berlin Bahn erweitert Fernbus-Angebot

Der Fernbusmarkt boomt - und die Deutsche Bahn will teilhaben. Das Unternehmen steuert mit seiner Tochter BerlinLinienBus neue Ziele wie Bratislava an.


Berlin - Die Deutsche Bahn will weitere Kunden für ihr Fernbusangebot interessieren. Dafür nimmt sie zusätzliche Zielorte ins Programm ihrer Tochter BerlinLinienBus auf und steuert andere öfter an.

So gibt es ab sofort Verbindungen ab Berlin auch nach:

  • Gera, Ilmenau und Oberhof in Thüringen,
  • Stralsund an der Ostsee,
  • Osnabrück,
  • Bratislava in der Slowakei,
  • Hengelo in den Niederlanden.

Auf den Strecken von Berlin nach Jena und Erfurt, nach Halle, nach Paris und nach Amsterdam sowie auf der Strecke Dresden-Gera-Frankfurt am Main fährt BerlinLinienBus den Angaben zufolge häufiger als bisher. Innerhalb Berlins soll es mehr Stopps geben.

Das Unternehmen baue das Fernbusnetz "strategisch aus" und setze auf "kontinuierliches Wachstum", sagte Geschäftsführer Karsten Schulze. Der Fernbusmarkt sei "weiterhin von einem starken Verdrängungswettbewerb geprägt", teilte die Bahn mit.

Seit der Liberalisierung des Marktes zum 1. Januar 2013 dürfen private Anbieter im gesamten Bundesgebiet Linienverbindungen zwischen Städten anbieten. Zuvor durften Fernbusse nur auf Strecken eingesetzt werden, auf denen sie der Bahn keine Konkurrenz machten. Im Busfernverkehr stieg im vergangenen Jahr die Zahl der Fahrgäste um 13 Prozent auf 2,8 Millionen an.

Nach Angaben des auf Mobilität spezialisierten Forschungs- und Beratungsinstituts IGES war der Anbieter MeinFernbus gemessen an Fahrplankilometern zuletzt Marktführer mit einem Anteil von 35,5 Prozent. Das Fernbusangebot der Deutschen Bahn, zum dem neben BerlinLinienBus auch IC Bus gehört, hat demnach einen Marktanteil von 18,2 Prozent. Auf Rang drei liegt Flixbus mit 17,7 Prozent, gefolgt vom ADAC-Postbus mit 12,9 Prozent.

abl/AFP



insgesamt 4 Beiträge
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streckengeher 14.04.2014
1. Mehr Verkehr auf die Schiene?
Sollte die Bahn nicht lieber mehr Züge fahren, als die Straßen noch mehr zu verstopfen? Irgendetwas läuft falsch in diesem Land, wenn sogar die Bahn selbst auf die Straße ausweicht.
MeFFM 14.04.2014
2. @streckengeher
Da kann doch die Bahn nichts dafür wenn die Politik den Busboom auf verstoften Autobahnen fördert. Das "mitmachen" ist ja nur dem Druck des Marktes zu verdanken...
nick999 14.04.2014
3.
Es hieß vor Kurzem, das zwischen 2 Haltestellen 50km Mindestabstand sein müssen, um keine Konkurrenz zum Nahverkehr zu sein. Berlin ist zwar groß, aber 50km vom ZOB entfernt dürfte man sich auf jeder Strecke außerhalb Berlins befinden. Daher kann ich mir mehrere Haltestellen in Berlin nicht vorstellen.
crazy.diamond 15.04.2014
4. optional
Berlin-Stralsund ist auf jeden Fall eine hervorragende Idee! Der Komfort in den regelmäßig komplett überfüllten Regionalügen steht definitiv in keinem Verhältnis zum Fahrpreis! So besteht ja vielleicht irgendwann mal wieder die Chance, einen Sitzplatz in einem dieser Regionalzüge zu ergattern - ein regelmäßiger Pendler dankt! :-)
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