Service-Offensive Bahn führt mehrzeilige Zuganzeiger am Gleis ein

Sauberere Bahnhöfe und bessere Zuganzeiger am Gleis: Die Bahn verspricht mehr Service und kündigt dafür neue Technik an. 120 Fernbahnhöfe werden derzeit mit mehrzeiligen Infobildschirmen ausgestattet.

Multizuganzeige am Dresdner Hauptbahnhof
Deutsche Bahn AG

Multizuganzeige am Dresdner Hauptbahnhof


Weniger Schmutz, mehr Transparenz am Bahnsteig: Die Deutsche Bahn will mit besseren Zuganzeigen und einer Reinigungsoffensive wieder mehr Kunden in ihre Züge locken.

Bis Ende des Jahres sollen die Gleise an insgesamt 120 Fernbahnhöfen über mehrzeilige Zuganzeigen verfügen, wie das Unternehmen mitteilte. Diese Multizuganzeigen informieren über die nächsten drei Abfahrten. Auch ob ein Zug an einem anderen Gleis abfährt, sollen Reisende über die Anzeige erfahren.

Aktuell zu sehen sind die mehrzeiligen Zuganzeiger unter anderem schon in München, Heidelberg, Dresden und Duisburg. Am Dienstag gingen die sogenannten Multizuganzeigen an den Hauptbahnhöfen in Leipzig und Karlsruhe sowie am Flughafen Leipzig/Halle neu in Betrieb. Bis Ende der Woche sollen insgesamt 40 Fernbahnhöfe in fünf Bundesländern mit den neuen Anzeigern ausgestattet sein, bis Anfang April etwa 20 weitere.

Auch bei der Sauberkeit bessert die Deutsche Bahn nach. 53 große und mittlere Bahnhöfe, deren Sauberkeit in Kundenumfragen als "verbesserungswürdig" kritisiert wurde, werden seit Februar intensiver gereinigt. Für Grund- und Glasreinigung stehen laut Bahn in diesem Jahr 3,8 Millionen Euro zusätzlich bereit.

Vor allem die Hallendächer sollen vom Schmutz befreit werden. Die Bahnhöfe in Hildesheim, Oberhausen, Gütersloh, Bensheim, Donauwörth und Minden wurden bereits mit Hochdruck- oder Dampfreinigungsverfahren gereinigt.

jus/AFP



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insgesamt 8 Beiträge
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Putsche 08.03.2016
1.
Sicherlich ein löblicher Schritt, der auch Sinn macht. Vielleicht dann auch mal direkt die elektronische Wagenstandsanzeige überarbeiten. Wenn die Wagen bei doppelten ICEs (Wagen 21 bis 29 und 31-39) entgegengesetzt aufgereiht sind, merkt man nämlich erst bei der Einfahrt des Zuges ob nur die Wagen zwischen 21 und 29 oder 31 und 39 verdreht sind oder dazu auch die ganzen Zugteile. Viel mehr muss die Bahn aber an ihrer Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit arbeiten. Ich wollte heute das 4. Mal dieses Jahr mit dem ICE aus dem Ruhrgebiet zu einem Kunden nach Mannheim, jedes Mal mit einem Puffer von 1h gelant. 2 von den genannten 4 Fahrten sind wegen Zugdefekten komplett ausgefallen, die folgenden Züge kamen auch arg verspätet oder sie hatten im Ziel mehr als 1,5h Verspätung. Mein Kunde lacht mich aus und ich bin kurz davor meine Aufträge zu verlieren. Das kann einfach nicht sein und da kann man auch keiner erzählen, dass das Zufall ist. Liebe Deutsche Bahn, ihr macht euch selbst kaputt. Ich fahr demnächst lieber wieder umweltunfreundlich Auto oder Bus. Da kann ich wenigstens meinen Job behalten.
Frodoger 08.03.2016
2. ... besser wäre..
der Zug würde bei Gleisänderung nur noch dort angezeigt wo er eigentlich abfährt. Nicht mehr dort wo er abfahren sollte. Das verwirrt total. Da steht am Gleis in Schriftgröße 99, dass der Zug hier abfährt, und in der Laufschrift in Größe 40 versteckt sich neben Wagenreihung, Verspätung usw. auch der Hinweis dass der Zug nicht auf Gleis 10 sondern auf Gleis 3 fährt. Immer wieder sieht man dann Leute rennen, wenn sie meist fast zu spät bemerken.
igelei 08.03.2016
3. Richtig!
Zitat von PutscheSicherlich ein löblicher Schritt, der auch Sinn macht. Vielleicht dann auch mal direkt die elektronische Wagenstandsanzeige überarbeiten. Wenn die Wagen bei doppelten ICEs (Wagen 21 bis 29 und 31-39) entgegengesetzt aufgereiht sind, merkt man nämlich erst bei der Einfahrt des Zuges ob nur die Wagen zwischen 21 und 29 oder 31 und 39 verdreht sind oder dazu auch die ganzen Zugteile. Viel mehr muss die Bahn aber an ihrer Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit arbeiten. Ich wollte heute das 4. Mal dieses Jahr mit dem ICE aus dem Ruhrgebiet zu einem Kunden nach Mannheim, jedes Mal mit einem Puffer von 1h gelant. 2 von den genannten 4 Fahrten sind wegen Zugdefekten komplett ausgefallen, die folgenden Züge kamen auch arg verspätet oder sie hatten im Ziel mehr als 1,5h Verspätung. Mein Kunde lacht mich aus und ich bin kurz davor meine Aufträge zu verlieren. Das kann einfach nicht sein und da kann man auch keiner erzählen, dass das Zufall ist. Liebe Deutsche Bahn, ihr macht euch selbst kaputt. Ich fahr demnächst lieber wieder umweltunfreundlich Auto oder Bus. Da kann ich wenigstens meinen Job behalten.
In den letzten 14 Tagen hatte ich jeden Tag Verspätung zwischen 10-20 Minuten oder der Zug viel ganz aus. Sauberkeit schön und gut, oder die Anzeigentafel die ist nebensächlich, wenn der Zug nur mal pünktlich kommen würde. Die Preise sind auch horend-entweder muss das Monopol beschnitten werden oder die Bundesregierung muss druck aufbauen. Immerhin ist die DB immer noch Teileigentum des Staates, der einen Großteil der DB-Anteile besitzt. Diese Service-Offensive ist der absolute Witz und eine Verhöhnung der Kunden. Ich Zahle für ein Jahresticket ca. 1800 Euro für eine 40 Km Strecke. Das ist Unverschämt!
iimzip 08.03.2016
4. Hallo DB, hier gibts Rat umsonst!
Können denn die gerade erst installierten blauen Displays (die man im Hbf Bonn zum Teil schon wieder abmontiert hat) auf die „neue“ Mehrzug-Information softwaremässig umgestellt werden? Und wenn nein, wer hat die Dinger dann solcherart „zukunftssicher“ eingekauft? Die weisse Schrift auf blauem Grund ist ganz gut zu lesen. Wenn aber eine Verspätungsmeldung einläuft, wird umgeschaltet auf (kleine) schwarze Schrift auf weissem Grund. Wobei die schwarze Schrift derart überstrahlt wird, dass man mindestens die halbe Distanz zum Display zurücklaufen muss, um lesen zu können, was denn jetzt Wichtiges verkündet wird. IM ICE gibt es so eine Art Bord-TV (nur fliegen ist schöner…). Da wird dann 6-8 Stunden angezeigt, dass man sich zB auf dem Weg nach Hamburg befindet. Wenn einen aber die aktuelle Geschwindigkeit interessiert, muss man das Display eine ganze Weile im Auge behalten, bis das dann sporadisch eingeblendet wird. Ausserdem ist der Grossteil des Displays ungenutzt blau - warum soll man die Fahrgäste auch mit Informationen überfrachten? Wer hat eigentlich diese winzigkleine Schrift fürs Borddisplay eingekauft, ohne die Kunden zu fragen? Die ist nur in den vorderen beiden Reihen lesbar - wenn man sich den Hals verrenkt. Der entspannte Blick von weiter weg ist zwar möglich, aber sinnlos. Und das, obwohl mir mein Augenarzt beim letzten Check sagte, mit meiner Sehschärfe würde mich die Lufthansa als Piloten nehmen… - Als Berater könnte ich mir bei der Firma eine goldene Nase verdienen. zB indem nur noch auf „Ausstieg links“ hingewiesen wird: Weil >90% der Bahnsteige rechts liegen. Oder man ganz drauf verzichtet, weil man das schlicht mit > ins Display einbauen kann. usw.
iimzip 08.03.2016
5. Ergänzung
Da hat die Kommentar-Software zugeschlagen, sollte heissen: "Oder man verzichtet ganz drauf, weil man das schlicht mit « oder » ins Display einbauen kann."
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