Sitzplatz nach Wunsch: Bahn führt Reservierung wie im Flugzeug ein

Platzwahl im Internet: Ab Dezember können Bahnpassagiere bei der Online-Ticketbuchung selber aussuchen, wo sie sitzen wollen. Vorbild ist das im Luftverkehr längst gebräuchliche System - zunächst gilt es jedoch nur für einen Teil der Züge.

ICE-Zug im Bahnhof: Passagiere können online entscheiden, wo sie sitzen wollenZur Großansicht
dapd

ICE-Zug im Bahnhof: Passagiere können online entscheiden, wo sie sitzen wollen

Hamburg - Bahnreisende können in Zukunft ihren gewünschten Sitzplatz über das Internet individuell reservieren. Ab Dezember führt das Reiseunternehmen die neue Möglichkeit bei ausgewählten Zügen ein, wie die Geschäftsführerin von DB Vertrieb, Birgit Bohle, in Hamburg mitteilte. Dann können Reisende wie im Flugzeug über eine Grafik im Internet ihre Sitze auswählen.

Bisher hatten die Passagiere nur die Wahl zwischen Großraum und Abteilwagen, sowie Gang oder Fenster. Der genaue Platz wurde dann vom Bahncomputer zugewiesen. Ab Dezember können in 75 Prozent der ICE-Züge die Plätze individuell reserviert werden, wie Bohle sagte. Das neue System funktioniert nur bei Onlinebuchungen und noch nicht für Intercityzüge.

Die Bahn wurde seit Jahren kritisiert, weil sie das aus Flugzeugen gewohnte Modell nicht anbot.

sto/dapd

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insgesamt 17 Beiträge
Hört sich ja erstmal prima an, führt aber hoffentlich nicht dazu, dass die Passagierzahl irgendwann auf die Anzahl der Sitzplätze begrenzt wird. Dann kann es einem nämlich so ergehen wie mir mehrfach in China, wo ich zusammen [...]
Zitat von sysopPlatzwahl im Internet: Ab Dezember können Bahnpassagiere bei der Online-Ticketbuchung selber aussuchen, wo sie sitzen wollen. Vorbild ist das im Luftverkehr längst gebräuchliche System - zunächst gilt es jedoch nur für einen Teil der Züge. Bahn führt Reservierung wie im Flugzeug ein - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/bahn-fuehrt-reservierung-wie-im-flugzeug-ein-a-859538.html)
Hört sich ja erstmal prima an, führt aber hoffentlich nicht dazu, dass die Passagierzahl irgendwann auf die Anzahl der Sitzplätze begrenzt wird. Dann kann es einem nämlich so ergehen wie mir mehrfach in China, wo ich zusammen mit anderen Passagieren vergeblich am Bahnschalter wartete, wenn das Kontingent für einen Zug ausgeschöpft war. Da ist es mir schon lieber, dass man sich hierzulande notfalls auf einer Treppe niederlässt oder die Beine in den Bauch steht und so wenigstens auch spontan von A nach B kommt
ganz vorne wo die vielen Knöpfchen sind.
Zitat von weltoffener_realistHört sich ja erstmal prima an, führt aber hoffentlich nicht dazu, dass die Passagierzahl irgendwann auf die Anzahl der Sitzplätze begrenzt wird. Dann kann es einem nämlich so ergehen wie mir mehrfach in China, wo ich zusammen mit anderen Passagieren vergeblich am Bahnschalter wartete, wenn das Kontingent für einen Zug ausgeschöpft war. Da ist es mir schon lieber, dass man sich hierzulande notfalls auf einer Treppe niederlässt oder die Beine in den Bauch steht und so wenigstens auch spontan von A nach B kommt
ganz vorne wo die vielen Knöpfchen sind.
albert schulz 05.10.2012
Zu klären wären aber sicher, ob sich in der Nähe des sogenannten Fensterplatzes auch ein Fenster befindet, das neuerdings zu einem Bullauge verkommen ist. Oder ob irgendwo ein Sitzplatz ist, wo man seine Beine unterbringen kann. [...]
Zu klären wären aber sicher, ob sich in der Nähe des sogenannten Fensterplatzes auch ein Fenster befindet, das neuerdings zu einem Bullauge verkommen ist. Oder ob irgendwo ein Sitzplatz ist, wo man seine Beine unterbringen kann. Ich fahre sehr gern auf reservierten Plätzen, weil so gut wie nie jemand seine Reservierung wahrnimmt, und weil es die besten sind. Und weil die Bahn es seit Einführung des Computers nicht mehr schafft, verbindlich zu erklären, ob noch ein Platz vorhanden ist. Im Sprüchekloppen scheint sich die Bahn an Steinbrück zu orientieren.
pnl2003 05.10.2012
Ich bin "Mitte 40", aber ich habe es noch erlebt: man ging zum Bahnhof, kaufte sich am dortigen Fahrkartenschalter eine Fahrkarte und stieg dann in den Zug, der ein paar Minuten später auf die Sekunde pünktlich eintraf. [...]
Ich bin "Mitte 40", aber ich habe es noch erlebt: man ging zum Bahnhof, kaufte sich am dortigen Fahrkartenschalter eine Fahrkarte und stieg dann in den Zug, der ein paar Minuten später auf die Sekunde pünktlich eintraf. Und mit dem konnte man dann wegfahren, einfach so. Einfach so, wirklich.
jens-o-mat 05.10.2012
Die üblichen "Früher war alles besser"-Greise nehme ich nach langjährigem Training kaum noch wahr. ;-)
Die üblichen "Früher war alles besser"-Greise nehme ich nach langjährigem Training kaum noch wahr. ;-)
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  • Donnerstag, 04.10.2012 – 15:56 Uhr
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