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Zugreisen: So oft kam die Bahn noch nie zu spät

Die Deutsche Bahn ist laut einem Zeitungsbericht so unpünktlich wie noch nie. Im vergangenen Jahr hat es demnach 3,79 Millionen Minuten Verspätung im Fernverkehr gegeben.

Zug in Frankfurt: Verspätungen seit 2004 um 30 Prozent gestiegen Zur Großansicht
REUTERS

Zug in Frankfurt: Verspätungen seit 2004 um 30 Prozent gestiegen

Berlin - Die Verspätungen der Züge bei der Deutschen Bahn haben einem Bericht zufolge in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. 2013 habe es rund 3,79 Millionen Minuten Verspätungen im Fernverkehr gegeben, berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" ("HAZ") am Dienstag unter Berufung auf entsprechende Statistiken (zum Artikel, Paywall).

Das seien so viel Minuten wie noch nie seit Einführung der Erhebung, heißt es in dem Bericht weiter. Die Zeitung bezog sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage der Linksfraktion. Insgesamt stiegen die Verspätungen im Fernverkehr der Statistik zufolge zwischen 2004 und 2013 um 30 Prozent an.

Nach jahrelang sinkenden Werten sei auch im Nahverkehr wieder ein deutlicher Anstieg der Verzögerungen registriert worden, schreibt die "HAZ". Die Zahl der Verspätungsminuten sei im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent gewachsen. In die Pünktlichkeitsstatistik der Bahn fließen erst Verspätungen ab genau sechs Minuten ein.

ssu/AFP/Reuters

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insgesamt 107 Beiträge
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1. Bahn? Nein danke. Leider.
eunegin 25.11.2014
Ich bin mal gerne Bahn gefahren. Jetzt leider: nein danke. Das Kasperltheater mach ich nicht mit. Teuer, unfreundlich, ungepflegt (Zug UND oft das Personal), zu spät oder gar nicht, Pseudo-Service an gesichtslosen Bahnhöfen. So wurde ich zum Autofahrer. Um die Berliner S-Bahn komme ich dummerweise nicht herum, aber auch dort gilt: ungepflegt, unzuverlässig, besoffene Mitpassagiere.
2. Die Privatisierung war der größte Fehler...
Blaumilchvor, 25.11.2014
...seitdem gehts bergab auf Kosten der Mitarbeiter und vor allem der Kunden. Nicht nur in Sachen Pünktlichkeit, es betrifft auch den Service, gestrichene Streckenverbindungen, Ticketpreise und auch den Komfort in den Zügen. Und ich garantiere es wird noch schlimmer. Die Bahn kriegts nicht hin. Nach außen stellt es sie sich als modernes, zuverlässiges Unternehmen dar, im Kern ist es marode und fern vom Kunden...
3. wie witzig!
Spiegelleserin57 25.11.2014
"3,79 Millionen Minuten Verspätungen" Wenn man mal zusammenrechnen würde wie viele Minuten die Arbeitnehmer jeden Tag zu spät kommen wäre die Zahl noch extrem gering. Die Umstände werden mal wieder nicht ausreichend in Betracht gezogen. Boulevardpresse, schade!
4. Noch schöngerechnet
tweakimp 25.11.2014
Es wird permanent abgerundet, kommt eine Bahn zB 7 Min zu spät, steht auf der Anzeigetafel ca. 5 Min. Erst ab über 10 Min steht dort ca. 10 Min und zwar bis 15 Min Verspätung. So verschwinden entliche Minuten!
5. Konsequenzen gezogen
nafets.renllaw 25.11.2014
Als jahrelanger Pendler zwichen Hamm und Hagen habe ich mittlerweile die Konsequenzen gezogen. Anfangs klappte diese Verbindung gut - vorallem was der "Verbund" angeht. Mit der Zeit musste aufgrund von Gleisschäden jedoch der Fahrplan um ca 5 min. nach hintengelegt werden bzw. der Zug kam dauerhaft 5 Min. zu spät am Zielbahnhof an, was letztendlich nicht mehr mit meinen Anschlüssen vereinbar war (2 stunden! für eine Strecke - Mit Busfahrt) war mir dann doch zu viel. Weder der Busbetrieb noch Bahn lenkten auf meine Anfragen ein (deswegen gibt es für mich keinen Verbund- sondern nur Zahlen soll ich dafür). Dannach fuhr ich über Dortmund nach Hagen (nochmal 30 min. mehr Fahrzeit), aber auch dieser Zug glänzte mehr durch Verpsätungen als durch Zuverlässigkeit. Ich fahre jetzt als Konsequenz mit dem Auto zur Arbeit, weil durch diese Misere einfach zuviel Lebensqualität verloren gegangen war..
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