Aktiver Vulkan Bali-Touristen sollten Veranstalter kontaktieren

Der Vulkan Gunung Agung auf Bali könnte jederzeit ausbrechen, Zehntausende Menschen haben sich bereits in Sicherheit gebracht. Wer auf der indonesischen Insel Urlaub macht, sollte lokale Medien verfolgen.

Ganung Agung auf Bali am Samstag
AFP

Ganung Agung auf Bali am Samstag


Wegen eines drohenden Vulkanausbruchs auf Bali sollten sich Reisende mit diesem Ziel mit ihrem Veranstalter in Verbindung setzen. Darauf weist das Auswärtige Amt in Berlin hin. Urlauber in den betroffenen Gebieten auf der indonesischen Insel sollten außerdem lokale Medien verfolgen und den Anweisungen der Behörden Folge leisten.

Zwar sehen die lokalen Behörden für Urlauber keine Gefahr, und der 3030 Meter hohe Gunung Agung ist auch relativ weit entfernt von Balis wichtigsten Urlaubsorten Kuta und Ubud. Er ist allerdings auch ein Wanderziel für viele Touristen. Laut dem Auswärtigen Amt bestehen derzeit keine Beeinträchtigungen außerhalb der Sperrzone sowie des Flugverkehrs.

Die Behörden fürchten schon seit Tagen, dass der Vulkan jederzeit ausbrechen kann. Wann genau das passieren könnte, lässt sich nicht vorhersagen. Seit Freitag gilt jedoch die höchste Warnstufe vier. Die Lava brodelt heftig, pro Tag werden an dem Berg mehr als hundert Erdstöße registriert.

Fast 50.000 Menschen aus der Umgebung sind bereits vorsorglich in Sicherheit gebracht worden und verbringen die Nächte nun in Notquartieren. Allerdings gibt es auch mehr als 62 000 Anwohner, die trotz aller Warnungen unbedingt bleiben wollen - offenbar aus Furcht, dass ihr Vieh oder sonstiger Besitz gestohlen wird. Zudem kommt es - zumeist tagsüber - immer wieder vor, dass Anwohner in die Sperrzone rund um den Vulkan zurückkehren.

Der Mount Agung (in der Landessprache: Gunung Agung) ist der höchste Berg der Insel. Der Vulkan brach zuletzt 1963 aus. Die Eruption dauerte damals länger als ein Jahr. Mehr als 1100 Menschen kamen ums Leben. Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. In dem Inselstaat gibt es insgesamt etwa 130 aktive Vulkane.

abl/dpa



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