Bei klirrender Kälte ICE strandet auf freier Strecke

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche blieb ein ICE auf freier Strecke stehen. Wieder war es ein technisches Problem, welches Hunderten Passagieren eine stundenlange Zwangspause bescherte. Diesmal fiel allerdings bei Minustemperaturen auch noch die Heizung aus.


Hamm - Wegen eines defekten Stromabnehmers ist am Samstag in der Nähe von Hamm ein ICE auf freier Strecke stehengeblieben. In dem mit schätzungsweise 300 Reisenden besetzten Zug, der sich auf dem Weg nach Berlin befand, fiel nach Angaben eines Bahnsprechers bei klirrender Kälte neben der Heizung auch die Klimaanlage aus.

Nach knapp zwei Stunden hätten die Bahnreisenden in einen Zug aus der Gegenrichtung umsteigen können. Zwischenzeitlich hätten sie sich im Bordrestaurant mit kostenlosem Kaffee und Tee aufwärmen können. Die Bahnkunden seien mit dem Zug aus der Gegenrichtung zunächst nach Hamm gefahren und befänden sich inzwischen auf ihrer regulären Reiseroute nach Berlin.

Warum der Stromabnehmer ausfiel, war zunächst unklar. Der Zug sollte in ein Betriebswerk geschleppt und untersucht werden.

Am Mittwochabend hat rund 300 ICE-Fahrgästen auf dem Weg von Berlin nach Hannover ein ähnliches Schicksal ereilt. Der Bordcomputer hatte fälschlicherweise angezeigt, dass die Bremsen nicht einwandfrei funktionierten. Der Lokführer stoppte den Zug daher kurz vor Immensen nahe Lehrte auf freier Strecke. Die Passagiere mussten ebenfalls zwei Stunden auf eine Weiterfahrt warten.

abl/ddp



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.