Technische Probleme bei Flugüberwachung Belgischer Luftraum wieder geöffnet

Über Belgien durfte etwa Stunden lang kein Flugzeug unterwegs sein. Die Flugüberwachung des Landes hatte technische Probleme.zwei Stunden lang kein Flugzeug unterwegs sein. Die Flugüberwachung des Landes hatte technische Probleme.

Belgocontrol
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Tausende Passagiere aus Deutschland und anderen Ländern sind von Flugausfällen und -verspätungen in Belgien betroffen. Wegen technischer Probleme bei der Flugüberwachung Belgocontrol war der belgische Luftraum am Nachmittag für etwa zwei Stunden gesperrt.

Das Unternehmen hatte im Kurznachrichtendienst Twitter gegen 16 Uhr mitgeteilt, man operiere im "Clear the sky"-Modus. Das bedeutete eigentlich, dass kein Flugzeug über Belgien fliegen durfte. Grund dafür war ein Problem mit der Datenerfassung der Flugpläne, sagte ein Belgocontrol-Sprecher. Gegen 18 Uhr meldete Belgocontrol per Twitter, dass das Problem gelöst und der Luftraum wieder geöffnet sei.

Betroffen waren sechs belgische Flughäfen und alle Flüge unterhalb einer Höhe von 8000 Metern, ab der Belgocontrol zuständig ist. Auswirkungen auf Flüge oberhalb dieser Höhe - also etwa für Maschinen auf dem Weg von Nordeuropa nach Spanien -, gab es nach Angaben des Belgocontrol-Sprechers nicht. Ein Sprecher hatte zuvor betont, es bestehe keine Gefahr für die Sicherheit.

Am Brüsseler Flughafen landeten als Folge der Technikpanne Dutzende Maschinen verspätet, andere wurden umgeleitet. Etwa 25 abgehende Flüge wurden der Flughafen-Website zufolge komplett gestrichen. Zudem wurden rund 20 ankommende Flüge gecancelt. Darunter waren auch Verbindungen aus und nach Stuttgart, Frankfurt und München.

Die Panne vom Donnerstag reiht sich in eine Serie von mehreren Problemen bei Belgocontrol. Vor gut einem Jahr hatte die Pilotenvereinigung Belgian Cockpit Association (Beca) die dritte gravierende Panne innerhalb von zwei Jahren beklagt. Kurz zuvor hatten die Radarschirme der Fluglotsen von Belgocontrol plötzlich versagt, wie die Pilotenorganisation damals mitteilte.

Im April hatte ein Ausfall eines zentralen Computersystems von Eurocontrol zu massiven Störungen im europäischen Luftverkehr geführt. In Deutschland blieben die Auswirkungen nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) damals gering.

abl/dpa/AFP



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