Bielefeld Schwelbrand war schuld an Rauch im ICE-Zug

Starke Rauchentwicklung in einem ICE-Zug hat am Montagabend zu einem Feuerwehreinsatz im Hauptbahnhof Bielefeld geführt. Etwa 500 Passagiere mussten umsteigen. Weil der Bahnhof vorübergehend gesperrt wurde, kam es zu zahlreichen Verspätungen.


Bielefeld - Wegen eines Schwelbrands im Motor der Klimaanlage ist ein ICE am Bielefelder Bahnhof evakuiert worden. Aufgrund der starken Rauchentwicklung im Triebkopf des ICE mussten am Montagabend rund 500 Reisende den Zug verlassen. Verletzt wurde niemand. Der ICE war auf der Strecke von Köln nach Berlin unterwegs. Wie es zu dem Brand kommen konnte, sei allerdings noch unklar, sagte ein Bahn-Sprecher am Dienstag.

Der ICE sei nach Berlin geschleppt worden und werde dort untersucht. Mit dem Ergebnis sei frühestens in einer Woche zu rechnen, sagte der Bahn-Sprecher. Feuerwehr und Polizei hatten die Gleise und den kompletten Bahnhof für den Löscheinsatz gesperrt. Später verkehrende ICE-Züge hielten stattdessen in Gütersloh und Herford.

Nach Angaben der Deutschen Bahn fielen wegen des Zwischenfalls 22 Züge aus, über 100 Züge hatten insgesamt rund 60 Stunden Verspätung.

Erst vergangenen Donnerstag musste ein ICE wegen starker Rauchentwicklung in Göttingen evakuiert werden. Ein Defekt in einem Schaltkasten galt hier als Ursache für den Zwischenfall, bei dem keiner der rund 250 Reisenden verletzt wurde.

sto/AP/ddp



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