Australien: Wal knockt Surfer aus

Sagt der Surfer zum Wal: "Hey, wie geht's?" - und fliegt mehrere Meter weit durch die Luft. Vor Australien kam es zu einer nicht ungefährlichen Begegnung von Mensch und Tier.

REUTERS/ Seven Network

Sydney - Whale Watching aus nächster Nähe: Am australischen Bondi Beach waren viele Surfer begeistert, als plötzlich ein Meeressäuger direkt neben ihnen auftauchte.

Die Freude hielt an - bis der Wal mit der Schwanzflosse ausholte. Dann flogen mehrere Menschen durch die Luft. Ein in Bondi lebender Arzt wurde so weit geschleudert, dass er bewusstlos wurde. Andere Surfer und Rettungsschwimmer holten den Mann aus dem Wasser.

Der Vorfall ging glimpflich für den Surfer aus. Außer leichten Kopfschmerzen habe er nichts, erzählte Bishan Rajapakse später im Krankenhaus australischen Medien. Sein Surfbrett hat allerdings eine riesige Delle, heißt es.

"Ich weiß noch, dass ich mit dem Wal reden wollte", sagt Rajapakse. Das letzte, an das er sich erinnere, sei, dass er "Hey, wie geht's?" sagte.

"Sah so friedlich aus"

Er wisse schon, dass man sich Wale besser aus der Entfernung ansehen sollte. Aber es sei schwer gewesen, der Versuchung nicht nachzugeben, sich dem Tier zu nähern. "Wahrscheinlich, weil der Wal so friedlich aussah", sagte Rajapakse gegenüber "ABC News".

Den Medienberichten zufolge war der Wal zwischen 10 und 15 Meter lang. Es sei ein Buckelwal gewesen, meldet "The Australian".

Der Wal sei in etwa hundert Metern Entfernung vom Strand geschwommen. Mehrere der Surfer paddelten zu ihm hin, berichten Augenzeugen. "Sie spielten, und der Wal tollte mit ihnen herum, schien viel Spaß zu haben und streckte seinen Kopf heraus", sagte der Geschäftsmann Lachlan Harris, der das Ganze vom sicheren Ufer aus beobachtete, dem Sender ABC. "Und dann bewegte er einfach den Schwanz, und man sah ein Surfbrett durch die Luft fliegen und Schwimmer, die aus dem Wasser geschleudert wurden. Es war unglaublich."

"Der Schwanz eines Wales ist der stärkste Muskel in der gesamten Tierwelt, man sollte sich ihm auf keinen Fall nähern", warnte der Lebensretter Anthony Carroll in der Zeitung "The Sydney Morning Herald".

Zumindest Bishan Rajapakse wird das in Zukunft wohl beherzigen.

wbr/dpa

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