Brachialer Hilferuf Verirrter Wanderer fällt Strommasten mit Axt

Todesangst macht erfinderisch: Ein verirrter Wanderer hat in der kanadischen Wildnis einen kreativen Hilferuf ausgesandt - er kappte eine Stromleitung mit seiner Axt. Wenige Stunden später fand ihn ein Wartungsteam des Energieversorgers.

Nationalpark in Saskatchewan: Die Region ist ein Paradies für Wanderer
Tourism Saskatchewan/Douglas E. Walker

Nationalpark in Saskatchewan: Die Region ist ein Paradies für Wanderer


Ottawa - Mit einer brachialen Aktion hat ein in der kanadischen Wildnis gestrandeter Mann selbst für seine Rettung gesorgt: Kurzentschlossen kappte er die einzige Stromverbindung zu einer abgelegenen See-Gemeinde in der Hoffnung, dass jemand nach dem Grund für den plötzlichen Ausfall suchen wird. Nach Angaben des Stromversorgers SaskPower ging der Plan tatsächlich auf.

Der Mann war während einer mehrtägigen Wanderung um den Wollaston-See in der westkanadischen Provinz Saskatchewan von einem Unwetter überrascht worden und hatte sich verirrt, wie SaskPower-Sprecher James Parker am Dienstag berichtete. "Er war völlig ausgehungert und wild entschlossen, alles zu tun, um rasch Hilfe zu bekommen".

Mit einer Axt habe er vier Strommasten gefällt und dann ungeduldig auf Rettung gewartet. Tatsächlich entsandte SaskPower nach wenigen Stunden einen Such-Hubschrauber, um die Ursache für den Stromausfall zu ergründen. Dieser entdeckte rasch die vier am Boden liegenden Masten und den "überglücklichen" Mann.

sto/AFP



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