Verpilgert: Touristinnen verfehlen Lourdes um 800 Kilometer

Fünf Frankreich-Urlauberinnen wollten mit dem Auto in den Wallfahrtsort Lourdes fahren, doch sie landeten 800 Kilometer nördlich davon. Im Vertrauen auf ihr Navigationsgerät erreichten sie das falsche Reiseziel: ein 700-Seelen-Dorf in der Bretagne.

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dapd

Basilika der Unbefleckten Empfängnis: Nach Lourdes sollte die Reise gehen

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Leuhan - Fünf Touristinnen wollten eigentlich aus den USA zum weltberühmten Wallfahrtsort Lourdes in Südfrankreich reisen. Doch aus Versehen sind die Frauen in einem 700-Seelen-Dorf in der Bretagne gelandet - gut 800 Kilometer nördlich von ihrem Reiseziel.

Mit dem Flugzeug waren sie von Los Angeles nach Paris gereist und dann mit dem Auto weitergefahren. "Sie haben sicherlich Lourdes in ihr Navi-System eingegeben, aber ohne Postleitzahl - und sind dann in Leuhan gelandet", vermutet Manée Peron, Inhaberin eines Cafés in dem bretonischen Dörfchen.

Die Urlauberinnen hatten ihr die Reservierung eines Hotel in Lourdes gezeigt. Anhand der Postleitzahl habe die Gastwirtin gleich erkannt, dass es sich um den Wallfahrtsort in den Pyrenäen handelte. Manée Peron vermutet, eine Kapelle namens Notre-Dame-de-Lourdes könnte die Touristinnen in die Irre geführt haben. Diese wurde Ende des 19. Jahrhunderts in dem bretonischen Dorf errichtet.

Sie habe den Touristinnen dann auf einer Landkarte gezeigt, wo Lourdes liege. Die jungen Frauen, die kein Französisch sprechen, seien "völlig orientierungslos und verzweifelt" gewesen. Die Bretonin habe ihnen dann auch nicht vorgeschlagen, die Kapelle Notre-Dame-de-Lourdes zu besichtigen, sagte Peron. "Das wäre in dem Moment nicht so gut gekommen." Die Frauen hätten das Café sofort verlassen, ohne auch nur einen kleinen Kaffee zu trinken, heißt es auf der Webseite des französischen Fernsehsenders France 3.

Immer wieder kommt es vor, dass Urlauber sich verfahren, weil sie ihr Navigationssystem nicht richtig bedienen. In die falsche Richtung kann es auch gehen, wenn man bei der Flugbuchung nicht aufpasst. Passagiere landeten schon in Sydney, Kanada, obwohl es nach Australien gehen sollte. Und vergangenes Jahr hat der Fall einer Sächsin Aufsehen erregt, die nach Porto fliegen wollte, dann aber ein Ticket nach Bordeaux in den Händen hielt. Die Mitarbeiterin im Reisebüro hatte sie falsch verstanden. Sie sagte, die Kundin habe den Zielort zu undeutlich genannt.

jus/AFP

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insgesamt 12 Beiträge
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1. 800km geht ja noch
rumpelstil 15.01.2013
Damit schafft sie nicht einmal die Tagesbestmarke für die längste Naviirrfahrt. Die hält heute eine Belgierin, die statt in Brüssel 1500 km weiter in Zagreb landete. Z.b. hier beschrieben : http://www.shortnews.de/id/1004536/belgien-defektes-navi-autofahrerin-fuhr-statt-zum-brusseler-bahnhof-nach-zagreb
2. Billiger geht`s...
oldharold 15.01.2013
Zitat von sysopdapdSie haben sich auf ihr Navigationsgerät verlassen - und dadurch ein falsches Reiseziel erreicht. Fünf Frankreich-Urlauberinnen wollten mit dem Auto in den Wallfahrtsort Lourdes fahren, doch sie landeten 800 Kilometer nördlich davon. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/bretagne-statt-lourdes-fuenf-touristinnen-verfahren-sich-in-frankreich-a-877699.html
...wenn man an das Quellwasser von Massabielle kommen will, über www.lourdeswater.com Kosten nur für den Versand!
3. Geschäft mit der Dummheit.
allereber 15.01.2013
Lourdes ist eine reine Geldmacherei. Lourdes hat mehr Krempelgeschäfte als Paris. Glaube ist nur reines Geschäft.
4. optional
larkmiller 15.01.2013
Mag sein, dass das ein Geschäft mit der Dummheit ist, trotzdem haben sich die Mädels um 800km verfahren. Es geht auch anders: Eine Freundin von mir bucht im Reisebüro einen Flug für sich und ihren kleinen Sohn nach Palma auf Mallorca um ihre Schwägerin zu besuchen. Gelandet sind sie auf Las Palmas spät am Abend, ohne Hotel etc., während die Schwägerin in Palma alle verrückt gemacht hat. Auch so was gibt's.
5. aaa
AuchNurEinNick 15.01.2013
Zitat von sysopdapdSie haben sich auf ihr Navigationsgerät verlassen - und dadurch ein falsches Reiseziel erreicht. Fünf Frankreich-Urlauberinnen wollten mit dem Auto in den Wallfahrtsort Lourdes fahren, doch sie landeten 800 Kilometer nördlich davon. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/bretagne-statt-lourdes-fuenf-touristinnen-verfahren-sich-in-frankreich-a-877699.html
Tja, das kommt halt davon wenn man glaubt anstatt zu wissen. Man vertraut in irgendeine Form von Gott. Man vertraut z.B. dem Navi und schon sitzt man in der Sch*ße. So ist dass nun mal wenn man mit dem eigenständigen Denken aufhört und sich in die Hände des Vertrauens auf irgendwen/irgendwas begibt. Bleibt nur zu hoffen, dass diese US Bürger in Zukunft nicht nur beim Navi anfangen zu denken. Bei Typen mit so einem komischen Buch in der Hand wäre das auch angebracht. Um nicht zu sagen: Ohne dieses Buch und das Vertrauen in höhere Mächte (aus Cupertino?) wäre das alles nicht passiert. Denn wer fährt schon freiwillig nach Lourdes ohne das irgend so ein Spinner mit spitzem Hut vorher abstruse Märchen erzählt hat und man diesen Unsinn glaubt?
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