Brüssler Atomium Kugeln glänzen wieder wie neu

Das Brüsseler Wahrzeichen hat eine neue Haut. Nach einer Generalüberholung des Atomiums wurde das letzte Stück der neuen Edelstahl-Hülle an den neun Kugeln montiert. Die Sanierungsarbeiten im Inneren sollen Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein.


Atomium: Brüsseler Wahrzeichen
DDP

Atomium: Brüsseler Wahrzeichen

Brüssel - Das 102 Meter hohe Atomium im Norden der Stadt glänzt wieder wie bei seiner Eröffnung zur Weltausstellung vor 47 Jahren, berichten belgische Medien. 48 große Stahlplatten ersetzen nun 6000 kleine Aluminium-Teile. Im Inneren der Kugeln, die einen Durchmesser von 18 Metern haben und von denen sechs begehbar sind, müssen nun noch Verbindungsrohre und die Beleuchtung installiert werden. In der höchsten Kugel soll ein Restaurant mit Panoramablick entstehen.

Die Renovierung kostet insgesamt 26 Millionen Euro - eine Million mehr als vorgesehen. Grund seien die gestiegenen Stahlpreise, schreiben belgische Zeitungen. Um einen Teil des Geldes aufzubringen, wurde das alte Aluminium der Kugeln als Souvenir verkauft. Ein zwei Meter langes Stück kostete rund 1000 Euro. Im Dezember 2004 hatte das Lifting des Atomiums begonnen. Anfang 2006 soll es wieder für Besucher geöffnet werden.

Vor der Schließung lockte das Atomium bis zu 400.000 Besucher im Jahr an. Längere Öffnungszeiten und ein neuer Rundgang sollen die Zahl künftig auf 750.000 hoch schrauben. Neben dem Manneken Pis ist die Stahlkonstruktion das bekannteste Wahrzeichen Brüssels. Entworfen wurde es als Symbol des Atomzeitalters und der friedlichen Nutzung der Kernenergie. Es stellt die hundertmilliardenfache Vergrößerung eines Eisenkristallmoleküls dar.



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