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22. Februar 2013, 16:52 Uhr

Berlin

Bundestag beschränkt Besucherzahl für Reichstagskuppel

Berlin-Touristen müssen sich wohl auf längere Warteschlangen vorm Reichstag einstellen: Künftig dürfen nur noch 600 Personen gleichzeitig die berühmte Kuppel besuchen. Grund dafür ist ein Brandschutzgutachten.

Berlin - Sie zählt bei vielen Berlin-Besuchern zu den beliebtesten Attraktionen und liefert ein gutes Fotomotiv: Die gläserne Reichstagskuppel des Stararchitekten Norman Foster. Oft ist der Andrang groß, Touristen nehmen lange Wartezeiten in Kauf. Nun müssen sie voraussichtlich noch mehr Geduld mitbringen. Aufgrund eines neuen Brandschutzgutachtens dürfen sich künftig nur noch maximal 600 Menschen gleichzeitig in der Kuppel und auf der Dachterrasse des Reichstagsgebäudes aufhalten.

An Tagen mit Fraktions- und Plenarsitzungen würden sogar nur 200 zugelassen, teilte eine Sprecherin des Deutschen Bundestags mit. Sie bestätigte Berichte des "Berliner Kuriers" und der "Bild"-Zeitung. Der Besucherstrom müsse vor allem während der Sitzungswochen des Bundestags stärker reglementiert werden, hieß es. Die Kuppel dürften dann nur noch die Gäste besuchen, die auf den Tribünen an den Plenarsitzungen oder an Informationsvorträgen teilnehmen.

Die Reichstagskuppel ist mit knapp drei Millionen Besuchern pro Jahr das meistbesuchte Parlament der Welt. Sie ist täglich von 8 bis 24 Uhr geöffnet, der letzte Einlass ist um 22 Uhr.

jus/dpa

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