Knigge für unterwegs China veröffentlicht Benimmregeln für Touristen

Auf 64 Seiten bringt es der "Leitfaden für den wohlerzogenen Touristen": Chinas Tourismusbehörde gibt ihren Landsleuten nun Tipps mit, wie sie sich im Ausland benehmen sollten. Beispiele: nicht in der Nase bohren und keine Fußabdrücke auf Klobrillen hinterlassen.

Chinesische Touristen in Köln: 64 Seiten Knigge-Tipps
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Chinesische Touristen in Köln: 64 Seiten Knigge-Tipps


Hamburg - Nicht immer ist das Verhalten chinesischer Touristen im Ausland vorbildlich. Chinas nationale Tourismusbehörde hat deshalb jetzt pünktlich zum Beginn der Herbstferienwoche auf ihrer Website etliche Benimmregeln veröffentlicht. In dem 64-seitigen "Leitfaden für den wohlerzogenen Touristen" wird beispielsweise empfohlen, nicht in der Nase zu bohren oder mit den Fingern in den Zähnen zu puhlen. Ebenfalls tabu: ins Schwimmbad urinieren oder die Rettungsweste aus dem Flugzeug mitgehen lassen.

Beim Essen sollte nicht geschmatzt und die Suppe nicht direkt aus der Schale geschlürft werden, heißt es in der Anleitung weiter. Außerdem sollen Touristen keine überlangen Sitzungen auf öffentlichen Toiletten abhalten und die Klobrille nicht mit Schuhabdrücken versehen.

Auch länderspezifische Empfehlungen hält der Leitfaden bereit, der mit zahlreichen Illustrationen versehen ist: In Deutschland etwa dürfe mit den Fingern geschnipst werden, um einen Hund herbeizurufen, aber nicht einen Menschen. In Spanien sollten die Damen Ohrringe tragen, um nicht den Eindruck zu erwecken, nackt zu sein. Und in Japan sollen die chinesischen Besucher bei Tisch nicht an ihrer Kleidung oder ihren Haaren herumfummeln.

Die Zahl chinesischer Urlauber im Ausland hat in den vergangenen Jahren enorm zugenommen. Im Jahr 2012 übertrafen ihre Ausgaben im Urlaub erstmals die der Deutschen.

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Tourismusboom: Urlauber aus China verändern die Reisewelt

sto/AFP



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