Mit Trabi auf Weltreise "Eins der besten Mittel gegen schlechte Laune"

Fünf Monate durch Südindien, China und über die Seidenstraße bis nach Prag: Der tschechische Abenteurer Dan Priban und Freunde haben etwa 25.000 Kilometer mit knallgelben Trabanten zurückgelegt.

DPA

Ob durch Schlamm oder Sand, über Pässe oder Flüsse - der Trabi hielt durch. Fünf lange Reisen durch die Welt hat der Abenteurer und Filmemacher Dan Priban mit seinem Zweitakter unternommen. Am Sonntag endete die letzte Fahrt des Tschechen in Prag. "Es gab Momente, da haben wir gesagt: Wie zum Teufel können wir das reparieren", sagte Priban.

Die Expedition war vor gut fünf Monaten in Südindien gestartet und führte über China und die berühmte Seidenstraße zurück nach Europa. Hunderte Menschen begrüßten die Teilnehmer der "Transtrabant"-Expedition auf einer Wiese vor der Zentrale des tschechischen Fernsehens (CT).

Begleitet wurde Pribans knallgelber Trabi von einem weiteren in Zwickau gebauten "601er" sowie einem winzigen Fiat 126p, einem polnischen Kleinstwagen mit 23 PS. Die Gruppe mit ihren kuriosen Autos sei von den Einheimischen überall gut aufgenommen worden.

"Der Trabant ist eines der besten Mittel gegen schlechte Laune", sagte Priban. Auf einer Expedition wie dieser lerne man sich selbst kennen: "Man geht ständig an die Grenzen seiner Möglichkeiten."

Die kleinen Autos legten diesmal rund 25.000 Kilometer zurück und erreichten in der Kaschmirregion Höhenlagen von mehr als 3000 Metern über dem Meeresspiegel. Frühere Expeditionen hatten Priban und seine Mitstreiter nach Vorderasien, Afrika, Südamerika und Australien geführt.

Seine Entscheidung, mit den Trabi-Reisen nun aufzuhören, begründete Priban mit den Worten: "Wir wissen nicht, wohin wir noch fahren sollen."

Im Video: Phänomen Trabant - Aus Liebe zur Pappe

SPIEGEL TV

abl/dpa

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