USA Death Valley stellt wohl Weltrekord für heißesten Monat auf

Noch steht die offizielle Bestätigung aus, doch die Zahlen sind beeindruckend: Die Temperaturen im Death Valley in Kalifornien erreichten im Juli im Maximum 52,8 Grad und im Schnitt 42,3 Grad - das wäre Weltrekord.

Furnace Creek im Death-Valley-Nationalpark: Das Thermometer am Besucherzentrum zeigt sogar 54,4 Grad Celsius an, dies ist aber keine offizielle Messung
AP

Furnace Creek im Death-Valley-Nationalpark: Das Thermometer am Besucherzentrum zeigt sogar 54,4 Grad Celsius an, dies ist aber keine offizielle Messung


Im Sommer erlebt das Death Valley eine tödliche Hitze. Und doch kommen noch Touristen in den kalifornischen Nationalpark, um das Extrem zu erleben. Zurzeit werden sogar Temperaturen in Rekordhöhe erreicht. Nach vorläufigen Zahlen lagen die Temperaturen laut dem National Weather Service im Schnitt bei 108,1 Grad Fahrenheit, das sind 42,3 Grad Celsius. Der bisherige Rekord für den heißesten Monat weltweit lag - ebenfalls im Death Valley - bei 41,9 Grad Celsius im Juli 2017.

Um den Durchschnittswert für den Monat zu erhalten, bilden die Meteorologen zunächst den Mittelwert der höchsten und niedrigsten Temperatur jeden Tages, bevor sie daraus den Gesamtdurchschnitt errechnen. So erklärt es der Klimawissenschaftler Brian Brettschneider von der Universität Alaska, der sich mit den Messungen im Death Valley beschäftigt. Die Zahlen müssten noch verifiziert werden, sagte er dem Sender CNN, bevor sie als Rekord verbucht werden.

Natürlich sei es möglich, dass es in anderen Gebieten der Erde, wo keine Menschen leben oder keine Temperaturen gemessen werden, heißer sei, sagt Brettschneider. "Aber ist es ein Rekord, wenn es niemanden dort gibt, der ihn messen kann?" Im Death Valley gibt es jedenfalls genügend Menschen, die von der derzeitigen Hitze berichten: Als Höchsttemperaturen im Juli wurden 127 Grad Fahrenheit (52,8 Grad Celsius) an vier Tagen hintereinander gemessen, in zehn Nächten fielen die Temperaturen nicht unter 37,8 Grad Celsius.

Immer wieder kommen Besucher des Nationalparks bei den extremen Bedingungen ums Leben. Auch im Juli starb ein Wanderer. Zwei französische Touristen mussten dehydriert gerettet werden. (Was Besucher beachten müssen, erzählt ein Ranger im Interview.) Die Hitze macht auch den Tieren zu schaffen: "Wir haben rund ein Dutzend toter Tiere ohne offensichtliche Verletzungen gefunden", sagt Josh Hoines, einer der Nationalparkchefs, zu CNN. "Wir vermuten, dass sie Opfer dieser Hitzeperiode sind."

abl

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wofi 04.08.2018
1. Wirklich Weltrekord?
Wenn es verlässliche Temperaturaufzichnungen in der Sibi - Kacchi Ebene in Pakistan (Provinz Belutschistan) gäbe, dann wäre der Weltrekord des Death Valleys gebrochen. Meine Aussage beruht auf eigenen Erfahrungen aus den 1980iger Jahren. Gemessene Temperatur in Juli mittags +58° C. im Schatten - früh um 5 Uhr +42° C.
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