Von Berlin über Den Haag bis Istanbul Welche Kurztrips sich im November lohnen

Berlin feiert den Mauerfall, in der Provence gibt es wieder Trüffel, in Cornwall die ersten Herbststürme und in Istanbul die letzten Sonnentage. "Lonely Planet Traveller" gibt Tipps für die schönsten Kurztrips im November.

AFP

Berlin, Deutschland: 25 Jahre Mauerfall feiern

Warum jetzt?

Nirgendwo sonst in Europa trifft eine florierende Kreativszene auf so viel lebendige Geschichte wie in Berlin. In diesem Jahr ist der Cocktail aus Kunst und Historie besonders reizvoll, denn die Hauptstadt feiert an diesem Wochenende ein spezielles Ereignis: Am 9. November jährt sich der Fall der Mauer zum 25. Mal. Dazu wird es zahlreiche Veranstaltungen von Kreuzberg bis Köpenick geben.

Höhepunkt ist eine Licht-Installation aus Tausenden beleuchteten Luftballons, die am Jubiliäumswochenende entlang des ehemaligen Verlaufs des Eisernen Vorhangs führt. Als Symbole der Hoffnung für eine Welt ohne Mauern steigen die Ballons dann am 9. November in den Abendhimmel. Ebenfalls spannend: die Kunst-Kampagne "be Berlin", bei der ab dem 16. Oktober 25 Biografien vorgestellt werden, die für das Wachstum der Stadt stehen.

Wer selbst aktiv sein möchte, erobert die Metropole mit Berliner Unikaten wie Lucki, der auf seiner "Ab durch die Mitte"-Tour in 30 Minuten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abklappert (Tour-Preis im eigenen Auto ab circa 60 Euro). Sportler schließen sich "Mike's Sight Running-Tour" an (eine Stunde ab circa 60 Euro). Eine Broschüre zum Thema Mauer, spezielle Hotelangebote sowie alle Events rund um das Jubiläum finden Sie hier.

Berliner Hostel Ostel
OSTEL

Berliner Hostel Ostel

Los geht's!

  • Ab Frankfurt a. M., Zürich und Wien fliegt AirBerlin in die deutsche Hauptstadt. Alternativ nimmt man die Bahn oder ab München, Köln oder Hamburg sehr günstig zum Beispiel den Fernbus.
  • Historisches Flair dank Möbelklassikern aus Ostdeutschland bietet das Hostel "Ostel" (DZ ab circa 39 Euro).
  • Auch im "Das andere Haus VIII" wird die Übernachtung zum Erlebnis. Denn hier schläft man in der einstigen Krankenstation des DDR-Gefängnisses Rummelsburg (DZ ab circa 70 Euro).
  • Genau zwei Stunden älter als die vereinigte Republik ist das "Café Cinema" am Hackeschen Markt. Eine urige Kneipe, ganz ohne Mitte-Schick: Herrlich (Rosenthaler Str. 39)!
  • Jägerschnitzel aus Jagdwurst und hausgemachte Soljanka sorgen neben Gebrauchsgegenständen aus dem ehemaligen DDR-Alltag für Museumsatmosphäre im Restaurant "Osseria".
  • Ostalgie als Souvenir gibt's im Friedrichshainer "Vorwende-Laden". Hier kann man "Nuppi"-Nuckel, "Spee"-Waschmittel und "Karat"-Schrankwände made in DDR shoppen (Di-Fr 11-18 Uhr, Thaerstr. 16).
  • Wie banal und subtil grausam zugleich die Normalität des Lebens in der geteilten Stadt war, dokumentiert das imposante 360°-Panorama von Yadegar Asisi am Checkpoint Charlie (Ticket ab circa 10 Euro).

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insgesamt 7 Beiträge
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foxpwn 08.11.2014
1. kooperation?
Hat Spiegel Online irgendwie eine Kooperation mit Lonely Planet, dass hier in regelmäßigen Abständen neue Reiseführer der Reihe beworben werden? Könnte mich nicht erinnern, dass hier schon mal eine andere -Reiseführer-Reihe erwähnt wurde ...
dimiks 08.11.2014
2. Spott und Hohn
Sehr schön, dass man für Berlin mit dem Bild von der Cuvry Brache wirbt, die jüngst von Bulldozern niedergewalzt worden ist und mit den Wahrzeichen - Graffitis, die bald einem Bürogebäude weichen sollen. "Nirgendwo sonst in Europa trifft eine florierende Kreativszene auf so viel lebendige Geschichte wie in Berlin." SPON Sarkasmus pur.
ppeneloope 08.11.2014
3.
Es gibt in Istanbul kein Szeneviertel names "Beyou"! Es heißt Beyoğlu (bzw. Beyoglu, falls kein "ğ" vorhanden ist)!
kian292 08.11.2014
4. Recherche?
Die Restaurants heißen Lebiderya und Dükkan..
Matyaz 08.11.2014
5.
Zitat von ppeneloopeEs gibt in Istanbul kein Szeneviertel names "Beyou"! Es heißt Beyoğlu (bzw. Beyoglu, falls kein "ğ" vorhanden ist)!
Es gibt auch kein "Ebiderya", die 2 nahe beieinander liegenden und wirklich alleine wegen der Aussicht empfehlenswerten Restaurants heissen Leb-i-Derya. Noch spektakulärer ist das "360 Istanbul", auch dort in der Nähe.Was stimmt ist, dass November wirklich kein schlechter Zeitpunkt für einen Istanbul-Trip ist, weil im November in den meisten Hotels die Nebensaison beginnt, die Stadt nicht mehr ganz so voller Touristen ist wie Sept./Okt. und das Wetter noch erstaunlich schön sein kann.
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