Dengue-Fieber in Urlaubsländern Reisemediziner raten dringend zu Mückenschutz

Sie planen einen Urlaub in Thailand, Australien oder Brasilien? Gerade in diesen Ländern breiten sich Dengue-Fieber übertragende Mücken zurzeit massiv aus. Das Centrum für Reisemedizin rät daher verstärkt, sich vor Insektenstichen zu schützen.

Tigermücke: Auch dieses Insekt kann das Dengue-Virus übertragen
AP/ Centers for Disease Control and Prevention

Tigermücke: Auch dieses Insekt kann das Dengue-Virus übertragen


Düsseldorf - Das Dengue-Virus breitet sich stark aus. Auch in vielen Reiseländern tritt es laut dem Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf immer öfter auf. Die Mediziner raten deshalb Urlaubern, sich vor Stichen der Tigermücke zu schützen, die das Virus übertragen.

Besonders betroffen ist dem CRM zufolge derzeit Australien. Hier habe es allein zwischen Januar und Juli 1065 Fälle gegeben - eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Noch höher ist die Zahl der Erkrankungen in Brasilien: Dort wurden im ersten Halbjahr 350.000 Fälle gemeldet. Auch die Philippinen, Thailand und Indonesien sind stark betroffen.

Die Übertragung des Virus erfolgt über verschiedene Tigermücken-Arten. Reisende sollten sich deshalb bei Aufenthalten in gefährdeten Regionen durch Mückenmittel schützen. Außerdem rät das CRM zu heller und geschlossener Kleidung, weil dunkle Farben die Mücken anlocken.

Die Symptome des Dengue-Virus sind Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, in schweren Fällen kann das Fieber zu inneren Blutungen führen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass sich jährlich bis zu 100 Millionen Menschen infizieren. Wegen der unspezifischen Symptome blieben viele Fälle unentdeckt.

abl/dpa



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