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30. September 2013, 15:48 Uhr

Fahrplanwechsel im Dezember

Bahntickets werden deutlich teurer

Im Fernverkehr steigen die Preise um 2,5 Prozent, im Nahverkehr sogar um 2,9 Prozent: Zum Fahrplanwechsel im Dezember werden Tickets der Deutschen Bahn teurer. Auch für Reservierungen müssen Kunden dann tiefer in die Tasche greifen.

Hamburg - Ab Mitte Dezember müssen Kunden der Deutschen Bahn höhere Preise für Tickets zahlen. Normalfahrkarten im Fernverkehr werden im Schnitt um 2,5 Prozent teurer, Fahrten im Nahverkehr um 2,9 Prozent, wie der Konzern am Montag mitteilte.

Konstant bleiben die Preise dagegen auf der wichtigen Strecke von Berlin nach Köln und Düsseldorf, auf der es in Folge von Hochwasserschäden seit Monaten Umleitungen und damit längere Fahrzeiten gibt.

Die Bahncard 50 wird um 2,5 Prozent teurer. Keine Erhöhungen gibt es bei Sparpreis-Tickets, mit denen rund ein Viertel der Fernverkehrkunden fährt. Das gleiche gilt für Zeitkarten im Fernverkehr. Durch diese Ausnahmen hebt die Bahn nach eigenen Angaben die Preise für die Hälfte aller Fahrten im Fernverkehr nicht an.

Wer sich einen Sitzplatz sichern will, muss zusätzlich tiefer in die Tasche greifen: Die Reservierung kostet künftig 4,50 Euro statt 4 Euro. Neu geregelt wird der Aufschlag für den Fahrkartenkauf in Fernzügen: Bislang waren - abhängig vom Fahrkarten-Preis - fünf bis zehn Euro fällig, künftig sind es einheitlich 7,50 Euro.

Die Preise im Detail:

Die Bahn begründete die Preiserhöhungen, die ab dem 15. Dezember gelten werden, mit den im ersten Halbjahr 2013 um vier Prozent gestiegenen Personalkosten im Fernverkehr. Die sonst genannten Energiekosten wurden diesmal nicht erwähnt. In den vergangenen zehn Jahren wurden Fernstrecken damit insgesamt um 36,4 Prozent teurer, Regionalstrecken um 39,3 Prozent.

Nach Angaben eines Bahn-Sprechers habe ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Donnerstag keinen Einfluss auf die Preiserhöhung gehabt. Das Gericht legte fest, dass das Unternehmen Entschädigungen bei Verspätung auch dann zahlen muss, wenn höhere Gewalt vorliegt.

sto/AFP/dpa/Reuters

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