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05. Juni 2011, 17:21 Uhr

Deutsche Bahn

Schon wieder Klimaanlagen in ICE-Zügen kaputt

Die Deutsche Bahn hat die Klimaanlagen ihrer ICE auch in diesem Jahr nicht unter Kontrolle. Bei hohen Temperaturen fiel am Sonntag erneut die Kühlung in drei Zügen aus, insgesamt gab es Probleme in rund 20 Zügen. Zum Teil mussten die Reisenden umsteigen.

Jena/Eisenach - Neuer Sommer, altes Problem: Bei der Deutschen Bahn zeichnen sich auch in diesem Jahr wieder Schwierigkeiten mit den Klimaanlagen ab. Am Sonntag mussten in Thüringen Passagiere von zwei ICEs ihren Zug verlassen, weil bei hochsommerlichen Temperaturen Klimaanlagen ausgefallen waren. Auch in Nordrhein-Westfalen gab es Probleme:

Im vergangenen Sommer hatte es bei der Bahn immense Probleme mit überhitzten Zügen gegeben. Anfang Juli 2010 waren binnen weniger Tage Klimaanlagen in gut 50 Fernzügen ausgefallen - teils komplett, teils in einzelnen Wagen. In einem dramatischen Fall musste ein ICE in Bielefeld gestoppt werden, in dem mehrere Schüler kollabiert waren.

An diesem Wochenende gab es nach Bahn-Angaben bei insgesamt rund 20 Zügen Probleme. Eine Konzernsprecherin wies aber darauf hin, dass dies noch keine abschließenden Zahlen seien. Betroffen waren Intercity-Züge, Eurocity-Züge und ICE. Eine genaue Statistik werde für Montag erwartet. "Wir werden die Reisenden für die Unannehmlichkeiten entschädigen", sagte die Sprecherin.

Nach Angaben von Reisenden gab es am Sonntag in Jena Unmut beim Räumen der Waggons. "Es ist nachvollziehbar, dass dies auf Unverständnis stößt", sagte die Bahn-Sprecherin. Die betroffenen ICE seien mit Verspätungen zwischen 30 Minuten und einer Stunde weitergefahren. Wenn Klimaanlagen defekt sind, sei das Bordpersonal angehalten, die Reisenden zu bitten, andere Plätze einzunehmen. Wenn die Züge sehr voll seien wie an diesem Wochenende, müssten Passagiere aussteigen.

Im Fernverkehr seien 3300 Klimaanlagen in Betrieb, sagte die Sprecherin. "Man muss damit rechnen, dass rund zwei Prozent der Anlagen kurzfristig ausfallen können." Der Personenverkehrsvorstand der Bahn, Ulrich Homburg, hatte im Mai angekündigt, dass mit mehreren Maßnahmen die Wahrscheinlichkeit eines Defekts "sehr deutlich reduziert" werden soll. Die Bahn wolle bis 38 Grad Außentemperatur einen stabilen Betrieb der Klimaanlagen gewährleisten.

ler/dpa

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