Streckensanierung Düsseldorf-Köln Bahnfahrer müssen mit längeren Fahrzeiten rechnen

Zehntausende Bahnpendler und Fernreisende sind betroffen. Zwischen den Rheinmetropolen beginnt in drei Wochen eine umfangreiche Streckensanierung.

Bahnstrecke Köln-Düsseldorf
DPA

Bahnstrecke Köln-Düsseldorf


Der Zugverkehr auf der meistbefahrenen Nord-Süd-Strecke der Bahn gerät wegen Bauarbeiten zwischen Düsseldorf und Köln aus dem Takt. Zehntausende Pendler und Fernreisende sind betroffen. Sechs Wochen lang werden vom 9. April bis 19. Mai rund 43 Kilometer Schienen und 22 Kilometer Kabel ausgetauscht, 36.000 Schwellen und 26.000 Tonnen Schotter ersetzt, teilte die Bahn am Montag mit.

Bahnreisende müssen Glück haben oder Geduld mitbringen. So fahre die Hälfte der täglich 160 Fernzüge den Düsseldorfer Hauptbahnhof während dieser Zeit nicht an. Die benachbarten großen Bahnhöfe an der Strecke haben während der Bauarbeiten 20 bis 30 Prozent weniger Fernverkehrsbetrieb.

Während Köln weitgehend verschont bleibe, werde sich in Düsseldorf die Fahrzeit nach Stuttgart um 40 Minuten verlängern und Bonn ohne Umsteigen nur noch schlecht zu erreichen sein. Auch von Bochum, Essen und Duisburg aus werde sich die Reise in Richtung Frankfurt/Stuttgart um 40 Minuten verlängern.

SPIEGEL ONLINE; Quelle: Deutsche Bahn AG

Überhaupt müssen Fahrgäste der Deutschen Bahn im ganzen Land in den nächsten Monaten mit zahlreichen Verzögerungen zurechtkommen. In das Schienennetz und die Modernisierung von Bahnhöfen soll 2018 die Rekordsumme von 9,3 Milliarden Euro fließen. In Spitzenzeiten bedeutet das: Es wird bis zu 800 Bahn-Baustellen gleichzeitig geben.

Von Anfang Juli bis Anfang August etwa ist die Strecke Hamburg-Hannover an der Reihe. Auf der Trasse Würzburg-München werden von Juli bis Oktober Gleise und Leittechnik erneuert.

ele/dpa



insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
HARK 19.03.2018
1. Hamburg-Hannover
Diese Strecke wird alle 2 Jahre saniert! Die Umleitung über Nienburg kenne ich nun wirklich auswendig. Wieso muss man da eigentlich ständig ran?
ulrics 20.03.2018
2.
Sechs Wochen wäre schön. Die Wahrheit ist Von Januar bis März wird zwischen Köln und Bonn die Oberleitung ausgetauscht. Über Ostern ist Essen-Duisburg gesperrt und danach geht es dann mit Düsseldorf Köln weiter. Ich pendel zwischen Duisburg und Bonn und das ist schrecklich. Ständige Fahrplanänderungen, aber miserable Informationspolitik. Meist erfährt man erst kurz vorher was wann fährt. Die Fahrtzeit steigt an und die Fahrtmöglichkeiten sinken. Obendrauf kommen dann noch die ganzen Unzulänglichkeiten der Bahn mit ständigen Verspätungen und Immer wieder Ausfällen. Der Personenverkehr würde trotz Baustellen problemlos laufen können, wenn nicht der Güterverkehr auf der Schiene wäre. Der sorgt für Verspätungen und die weiteren Probleme.
marc.koch 20.03.2018
3. Güterverkehr ist schuld, ja, klar!
Noch mehr Güterverkehr auf die Straße, oder was? Mal an die Steinewerfer gedacht, die ganze ICE-Doppelzüge lahmlegen durch ihr Handeln? Oder die jungen Frauen, die für ihre Instagram-Fotos im Bikini auf den Gleisen herumlaufen? Mal eher den Politikern Danke sagen, die die Bahn privatisieren wollten. In dem Zusammenhang wurden bis zu 40% der Weichen ausgebaut, um sich Servicekosten zu sparen. Bei Problemen führt das dann dazu, dass ein Zug gerne mal 30km wieder zurücksetzen muss, um abzubiegen. Aber wer liest heute noch den Wirtschaftsteil.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.