Jahresstatistik: 17.000 Züge kamen wegen Kabeldieben zu spät

Hoher Materialschaden, viele Verzögerungen: Im Jahr 2012 haben Kabeldiebe bei der Deutschen Bahn für einigen Ärger gesorgt. Insgesamt summierten sich die Verspätungen auf 4000 Stunden.

Warnung an Langfinger: Für die Bahn sind Kabeldiebstähle ein ernsthaftes Problem Zur Großansicht
DPA

Warnung an Langfinger: Für die Bahn sind Kabeldiebstähle ein ernsthaftes Problem

Berlin/München - Der Diebstahl von Kabeln und Metallteilen hat der Deutschen Bahn nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" im vergangenen Jahr 4000 Stunden Verspätung eingebracht. 17.000 Züge hätten sich um insgesamt 240.000 Minuten verspätet, berichtet das Blatt unter Berufung auf Zahlen eines Sicherheitsbündnisses, das die Bahn im Juli 2012 gemeinsam mit anderen Unternehmen gegründet habe. Die Bahn sei im vergangenen Jahr 2700-mal Opfer von Metalldieben geworden. Allein der dadurch angerichtete Materialschaden betrage 17 Millionen Euro.

"Die Diebe setzen für ein paar Euro ihr Leben aufs Spiel und verursachen dabei nicht nur einen großen materiellen Schaden für die Bahn, sondern schaden vor allem unseren Kunden", sagte der Leiter der Konzernsicherheit bei der Deutschen Bahn, Gerd Neubeck, dem Blatt.

2011 waren nach früheren Unternehmensangaben rund 3000 Diebstähle von Kupferkabeln oder anderen Leitungssträngen am Streckennetz der Bahn gezählt worden.

sto/dpa/AFP

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insgesamt 6 Beiträge
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1. Erbärmliche Ausreden....
zensorsliebling 09.04.2013
hat die Bahn doch schon genügend. Die meisten Verspätungen sind immer noch hausgemacht - tief verwurzelt im Selbstverständnis der alten Beamtenbahn. Dort war der Zugverkehr immer nur Mittel zum Zweck der Laufbahnbeförderung und nicht Teil des öffentlichen Verkehrssystems. Noch immer warten Züge endlos darauf an andere Züge gekoppelt zu werden, die aber nicht losfahren, weil der Lokführer den Kaffee noch nicht auf hat. Verzögerungen im Betriebsablauf sind keine Entschuldigung, sondern eine Diagnose. Wahrscheinlich werden die Kabeldiebe jetzt zum Erzfeind der Pünktlichkeit und höherer Gewalt aufgebaut, damit einige Spitzenmanager mit höchster Besoldungstufe ihren Hintern an die Wand bekommen.
2.
kunrt 09.04.2013
na da spricht ja der Meister vom Fach. bist du wohl selber bei dem Verein? oder wieso kannst du solche Behauptungen veröffentlichen?
3. Schaden für die Kunden...
kse_pana 09.04.2013
Kabeldiebstahl ist mit Sicherheit ein großes Ärgernis für die Kunden, nur macht dieser den geringsten Teil der Verspätungen aus. Als Pendlerin würde ich mich sehr freuen, hätten die Bahnverantwortlichen primär die Kundenzufriedenheit im Blick. Das allerdings kann ich nicht feststellen, hier mal eine kleine Kostprobe der Gründe, weshalb der RE 1 häufig nicht zur fahrplnmäßigen Zeit sein Ziel erreicht: Warten auf Anschlussreisende, Verspätung aus vorheriger Fahrt, Störungen im Betriebsablauf, Schrankenstörung, Türstörung, Störung am Triebfahrzeug, Signalstörung, hohes Reisendenaufkommen, Verspätung eines vorausfahrenden Zuges, "Stau" > tatsächlich und genauso lächerlich wie "schlüpfrige Gleise" oder Notarztversorgung in entgenkommendem Zug. Sehr häufig wechseln die Ursachen der Verspätung innerhalb der Fahrt, soll heißen, hat der Zug in Berlin Verspätung aufgrund einer Signalstörung, erfhährt der zusteigende Fahrgast in Potsdam als Grund für die Verspätung bspw. "erhöhtes Reisendenaufkommen" usw. Wäre man als Pendler nicht noch auf Anschlüsse angewiesen, die eben nicht mehr erreicht werden, könnte man ob des Erfindungsreichtums an Gründen schmunzeln, so aber ist es Lebenszeit, die vergeudet wird und man fühlt sich gerade als Dauerkunde der DB nicht ernst genommen. Aber vielleicht meint Herr Neubeck ja auch die Kunden, die die Schiene für den Gütertransport nutzen und das ist ja natürlich ein ganz anderes Kaliber...
4. Quelle
Mertrager 09.04.2013
Zitat von zensorslieblinghat die Bahn doch schon genügend. Die meisten Verspätungen sind immer noch hausgemacht - tief verwurzelt im Selbstverständnis der alten Beamtenbahn. Dort war der Zugverkehr immer nur Mittel zum Zweck der Laufbahnbeförderung und nicht Teil des öffentlichen Verkehrssystems.....
Wäre es Ihnen möglich, für Ihre Behauptungen Quellen anzugeben ? Ihre Beobachtungen decken sich nicht mit meinen Erfahrungen.
5. Kann er nicht, er gehoert zu denen, die
hdudeck 09.04.2013
Zitat von MertragerWäre es Ihnen möglich, für Ihre Behauptungen Quellen anzugeben ? Ihre Beobachtungen decken sich nicht mit meinen Erfahrungen.
einfach einmal etwas behauptet und dann mal sehen, was passiert. Die meisten haben doch keine Ahnung, wie ein System wie die DB funktioniert. Die sehen doch nur ihre eigene kleine Leidenszeit, wenn gerade "Ihr" Zug Verspaetung hat. Das ein System mit Zwangswegen (sprich Gleise) halt nur Fehlerfrei funktioniert, wenn alle Komponenten wie geplant functionieren, geht ueber deren Selbstverstaendniss und ueber die Verstaendniss, wie die Welt funktioniert, weit vorbei.
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