30. November 2012, 10:13 Uhr

Test

ADAC bemängelt Sicherheit auf deutschen Rodelbahnen

Wenn der Schlitten so richtig glitscht, freut sich das Rodlerherz. Doch ganz ungefährlich ist der Winterspaß auf einigen Bahnen nicht. Der ADAC testete 20 Anlagen zwischen Harz und Allgäu - und stellte große Sicherheitsmängel fest.

München - Mehr als ein Drittel der vom ADAC getesteten Winterrodelbahnen in Deutschland weisen Sicherheitsmängel auf. Insgesamt wurden 20 Anlagen deutscher Betreiber im Harz, Thüringer Wald, Schwarzwald, Bayerischer Wald, Allgäu sowie in Oberbayern untersucht, teilte der Allgemeine Deutsche Mobil Club am Freitag mit. Sieben davon wurden mit "mangelhaft" bewertet.

Testverlierer sei die Naturrodelbahn Grünten in Kranzegg im Allgäu. Ein Kritikpunkt: Die Bahn endet unvermittelt auf einer abschüssigen Straße. Auch die Anlage "Maria-Trost-Weg" in Nesselwang weist laut ADAC erhebliche Gefahren für Rodler auf.

Testsieger 2012 ist dagegen die Rodelbahn Hirscheckblitz in Ramsau, die mit guter Präparation, vorbildlicher Beschilderung und gesicherten Gefahrenstellen überzeugte, hieß es weiter. Auch die Hocheckbahn in Oberaudorf erhielt ein "sehr gut". Dies ist eine extreme Verbesserung: Die ADAC-Tester gaben der Strecke noch vor einem Jahr die Note "mangelhaft". Damals wurden auch Bahnen in Österreich, Italien und der Schweiz getestet.

Im Zuge des ADAC-Rodelbahntests hatte sich der Verband Deutscher Seilbahnen zudem erstmals für einheitliche Verhaltensempfehlungen auf Winterrodelbahnen ausgesprochen. Künftig soll eine Grafik die Schlittenfahrer an den Bahnen über das richtige Verhalten beim Rodeln informieren.

jus/dapd/dpa


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