Drohnensichtung Betrieb am Flughafen in Dubai kurzzeitig lahmgelegt

Eine knappe halbe Stunde lang durfte am Flughafen in Dubai keine Maschine starten. Grund dafür war eine Drohnensichtung am Morgen. Inzwischen wurden die Flüge wieder aufgenommen.

Emirates-Flugzeug über Dubai
MAHMOUD KHALED/ EPA-EFE/ REX

Emirates-Flugzeug über Dubai


Verspätete Flüge und verärgerte Passagiere: Eine unerlaubte Drohne in Flughafennähe hat am Morgen den Luftverkehr in Dubai kurzzeitig lahmgelegt. Die Flüge seien für knapp eine halbe Stunde ausgesetzt worden, teilte das Medienbüro des Emirats mit. Konkret betraf es alle Starts von 10:13 bis 10:45 Uhr (Ortszeit). Inzwischen laufe der Flugverkehr jedoch wieder.

Zunächst hatten sich Reisende via Twitter über Verzögerungen beschwert. Dutzende Flüge konnten laut Flughafenwebseite nur mit längerer Verspätung starten.

Dubai International ist einer der meist genutzten Airports der Welt. In den ersten elf Monaten des Jahres 2018 wurden hier 81,4 Millionen Passagiere abgefertigt.

Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate weisen via Twitter daraufhin, dass es strafbar ist, Drohnen ohne Erlaubnis fliegen zu lassen. Drohnenbesitzer sind in dem Emirat dazu verpflichtet, sich bei der Luftfahrtbehörde zu registrieren. Es ist verboten, Kameras oder Laser an Drohnen zu befestigen und auch bestimmte Gebiete sind für deren Nutzung tabu.

Auf Twitter machten Reisende ihrem Ärger Luft. "Hänge hier schon ewig auf dem Rollfeld fest", schrieb etwa der Nutzer @anushwij.

Störaktionen mit Drohnen hatten im Dezember für tagelange Beeinträchtigungen des Flugverkehrs am Gatwick Airport gesorgt, Londons zweitgrößtem Flughafen. Auch Anfang des Jahres gab es derartige Vorfälle: in London-Heathrow kam es zu einer etwa einstündigen Sperrung. Und am Newark Liberty International Airport in New Jersey, USA, konnten im Januar ebenfalls wegen einer Drohnensichtung kurzzeitig keine Flugzeuge starten.

Nach den jüngsten Zwischenfällen mit Drohnen im britischen Luftverkehr haben die Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwickmilitärische Drohnenabwehr-Technologie im Wert von mehreren Millionen Pfund gekauft. Die neue Ausrüstung ist bereits in Betrieb.

Ein Zusammenstoß zwischen einer Drohne und einem Flugzeug ist gefährlich. Schon ein Vogel kann im schlimmsten Fall eine Cockpitscheibe durchbrechen.

jus/dpa/Reuters/AP

Mehr zum Thema


insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
der_rookie 15.02.2019
1. Hm
Es muss wohl erst zu einem Flugzeugabsturz kommen bis die Behörden wirksame Regeln erlassen. Wirksam wäre wohl nur ein internationales Abkommen welches alle Hersteller zwingt eine gewisse Technik einzubauen, die die wirksame Umsetzung von no-fly-zones zulässt. Und es geht nur über die Hersteller. Nutzer muss man auch adressieren (heutige Drohnen haben die gewünschte Technik ja noch nicht). Aber gibt es zu viele Nutzer - und zu viele Ignoranten um langfristig darauf zu bauen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.