Berlin - Reisende sollen an den fünf größten deutschen Flughäfen künftig mit einem elektronischen Verfahren schneller durch die Passkontrolle kommen. Das seit drei Jahren am Frankfurter Flughafen erprobtes Pilotprojekt Easypass wird auf die Airports in München, Düsseldorf, Hamburg und Berlin ausgeweitet, kündigte das Bundesinnenministerium am Montag an. Künftig würden rund hundert automatisierte Kontrollspuren die Passkontrolle beschleunigen und Wartezeiten verkürzen.
Über den elektronischen Chip im Reisepass sollen die Daten der Passagiere bereits in der Warteschlange an der Passkontrolle aufgenommen werden, wie das Ministerium erklärte. Zur Feststellung der Identität werde ein in der Kontrollspur aufgenommenes Foto des Reisenden mit dem auf dem Chip gespeicherten Bild abgeglichen. Wenn der Reisende dann vor den Beamten bei der Passkontrolle tritt, seien die wichtigsten Daten bereits erfasst und geprüft.
Die automatisierten Kontrollspuren können freiwillig und ohne Voranmeldung genutzt werden - und zwar von Bürgern der EU, Islands, Liechtensteins, Norwegens und der Schweiz. Die neuen Gates sollen Ende kommenden Jahres in Betrieb gehen. Die Beschleunigung im Passkontrollverfahren sei "auch wirtschaftlich notwendig, um mit der Entwicklung im internationalen Reiseverkehr schritthalten zu können", erklärte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU).
AFP/dkr
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