Winterchaos Eisregen legt Frankfurter Flughafen lahm

Der Winter hat Deutschland fest im Griff: Wegen Blitzeis musste der Frankfurter Flughafen geschlossen werden. Im Südwesten krachte es auf glatten Straßen mehr als 800 mal, 30 Menschen wurden verletzt.

DPA

Frankfurt am Main - Überfrierender Regen hat den Flugbetrieb auf dem Frankfurter Airport völlig lahmgelegt. Seit dem Nachtmittag können die Maschinen weder abheben noch landen, wie ein Sprecher sagte. "Durch den Regen kommen wir mit dem Enteisen nicht mehr nach", fügte er hinzu. Mit einer Besserung werde gegen 19 Uhr gerechnet. Bis zum frühen Abend belief sich die Zahl der Flugausfälle am Sonntag auf 240.

Im November vergangenen Jahres hatte der Flughafenbetreiber Fraport noch stolz seine Wintervorbereitungen präsentiert. Deutlich mehr Personal und zusätzliche Enteisungsfahrzeuge sollten den Betrieb auch in der kalten Jahreszeit sicherstellen. Im Lager des Flughafens befanden sich laut Fraport rund 130 Tonnen Granulat und 3,6 Millionen Flüssigenteisungsmittel. Auch bei der Flugzeugenteisung wurde in Frankfurt aufgerüstet. In diesem Winter sind dort mehr Personal und Fahrzeuge als im Vorjahr im Einsatz.

In Baden-Württemberg wurden am Sonntag Autobahnabschnitte zwischen den Anschlussstellen Baden-Baden und Rastatt-Nord sowie zwischen dem Dreieck Karlsruhe und der Anschlussstelle Karlsbad gesperrt, damit die Streufahrzeuge durchkamen. Bei den 800 Unfällen dürfte es nicht bleiben: "Da kann noch einiges dazukommen", sagte ein Sprecher des Lagezentrums im Innenministerium.

Mit den Schlittschuhen auf die Straße

Angesichts des Eises blieben viele Menschen im Südwesten zu Hause. Die Gehwege waren nach gefrierendem Regen dick mit einer Eisschicht überzogen. Wer trotzdem unterwegs war, kämpfte mit Glatteis. Fußgänger rutschen aus und landeten in den langen Schlangen von Verletzten, die sich in Kliniken bildeten. Spaß hatten dagegen die Jüngsten. In Karlsruhe liefen Kinder auf vereisten Straßen Schlittschuh.

In rund 25.000 Wohnungen im Hamburger Westen ist am Sonntag die Heizung ausgefallen. Die Heizkörper wurden bestenfalls lauwarm, auch heißes Duschen oder Baden war nicht möglich. Ursache sei ein kompletter Ausfall des Heizkraftwerks Wedel gewesen, teilte der Betreiber Vattenfall am Sonntag mitteilte. Betroffen waren die Stadtteile Bahrenfeld, Altona und Eimsbüttel. Die Situation soll sich im Laufe der Nacht normalisieren, sagte ein Vattenfall-Sprecher.

Sonnenhungrige müssen sich weiter gedulden. In der kommenden Woche gibt es zwar weniger Schnee, der Frost aber bleibt. Nur entlang des Rheins und in einigen Flusstälern gebe es keinen Dauerfrost, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag mit. Wo der Himmel klar bleibe, könnten die Temperaturen nachts unter minus 15 Grad fallen. Es werde trüb - sonnige Winterspaziergänge seien eher selten möglich. Die Meteorologen warnten weiter vor glatten Straßen.

dkr/dpa/dapd



insgesamt 36 Beiträge
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fiutare 20.01.2013
1.
Jedes Flugzeug, das nicht fliegt, ist ein gutes Flugzeug.
PapaSmurf 20.01.2013
2.
Bitte aufpassen, nicht beim Baum umarmen festfrieren.
laxness 20.01.2013
3.
Zitat von fiutareJedes Flugzeug, das nicht fliegt, ist ein gutes Flugzeug.
...und wer sein Auto liebt, der schiebt ;-))
Xtasy178 20.01.2013
4.
Zitat von fiutareJedes Flugzeug, das nicht fliegt, ist ein gutes Flugzeug.
Aber dann bei Rewe aufregen warum es mitten im Januar plötzlich keine Kiwis mehr im Angebot gibt...
tschierva 20.01.2013
5. Aha ... ?
... und interkontinental reist und transportiert die Weltbevölkerung wieder mit dem Dampfschiff oder besser noch mit dem Segelschiff ? Es lebe die Cutty Sark - 1870 brauchte der Clipper von Shanghai nach London um das Cap der Guten Hoffnung 3.5 Monate ..,
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