Speedrekord Honnold und Caldwell klettern "The Nose" unter zwei Stunden

Das einst Undenkbare ist geschafft: Alex Honnold und Tommy Caldwell kletterten die berühmte Route "The Nose" am El Capitan in weniger als zwei Stunden.

Alex Honnold (oben) und Tommy Caldwell
AP

Alex Honnold (oben) und Tommy Caldwell


Die US-Kletterer Alex Honnold und Tommy Caldwell haben ihren jüngsten Geschwindigkeitsrekord an der berühmten El-Capitan-Steilwand im kalifornischen Yosemite-Tal erneut gebrochen. Das Duo kletterte die fast einen Kilometer hohe Wand entlang der Route "The Nose" in weniger als zwei Stunden.

Die beiden Kletterer hatten sich vorgenommen, die magische Zwei-Stunden-Grenze an der berühmten Granitwand zu unterbieten. Am Montag waren sie bereits nah dran: Mit zwei Stunden, einer Minute und 53 Sekunden stellten sie einen neuen Speedrekord auf und unterboten ihre fünf Tage zuvor erreichte Bestzeit um fast zehn Minuten.

Nun holten sie noch einmal fast vier Minuten heraus: Caldwell gab am Donnerstag auf Instagram die Zeit mit einer Stunde, 58 Minuten und 7 Sekunden an.

Die fast senkrecht aufragende Wand gilt als eine der schwierigsten Kletterfelsen der Welt. Am Samstag waren zwei erfahrene Kletterer am El Capitan in den Tod gestürzt. Der Tod von Jason Wells und Tim Klein sei sehr traurig, schrieb Caldwell auf Instagram. Es sei wichtig, dass bei dem Klettersport Sicherheit Vorrang habe.

El Capitan im Yosemite-Tal
DPA

El Capitan im Yosemite-Tal

Der Monolith galt lange Zeit als unbezwingbar. Die legendäre "Nose"-Route wurde erstmals 1958 in einer mehrwöchigen Aktion gemeistert. Seither liefern sich Extremkletterer einen Wettstreit um immer schnellere Zeiten. 2002 wurden erstmals drei Stunden von den Brüdern Alexander und Thomas Huber unterboten. Geübte Kletterer schaffen "The Nose" in etwa vier bis fünf Tagen.

kry/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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3daniel 08.06.2018
1. 1000 Höhenmeter
In unter 2h würde ich nicht mal in einem Treppenhaus schaffen. RESPEKT!!!
ge1234 08.06.2018
2. @3daniel #1.
Als Richtwert in den Bergen gelten für durchschnittliche Bergwanderer ohne besonderes Training 400 hm/h im Aufstieg. Von einem trainierten Bergsteiger sollten 600-700 hm/h problemlos zu schaffen sein. Sovielnzum Treppenhaus! ;-) Hier geht‘s aber nicht um die Höhe, sondern um die Zeit in Abhängigkeit der Schwierigkeit. Wer aber die Bilder der damaligen Rekordbesteigung der Huber-Buam kennt, weiß, dass diese Speedbesteigungen mit Klettern und Bergsteigen nix gemein haben. Da wird sich an Fixseilen hochgezogenen/gehangelt und Sicherungshaken werden als Tritthilfen missbraucht! Wer‘s mag! Ich kann dem ebenso wenig etwas abgewinnen bzw. imponiert es mir ebensowenig wie die damaligen Speedbesteigungen des leider verunglückten U. Steck!
iimzip 09.06.2018
3. Hoffnung!
Da die 2h-Marke jetzt endlich gefallen ist (glücklicherweise ohne einen weiteren Kletterer), werden wir jetzt hoffentlich vor weiteren Situationsberichten zum Speedklettern verschont bleiben, bis 1,5h (oder lieber noch 1,0h (damits länger dauert)) erreicht ist/sind.
Forumbeitrag 29.09.2018
4. Antwort zu ge1234
Ich weiss nicht wie sie es hier gemacht haben, aber generell ist Alex Honnold wohl der beste free solo Kletterer der Welt. Siehe auch hier: https://www.youtube.com/watch?v=urRVZ4SW7WU . Dort duerfen eben gerade keine Hilfsmittel wie fixe ropes, auf Hake treten etc. genutzt werden. Das Seil gilt nur zur Sicherung und darf ansonsten nicht als Hilfe genutzt werde.
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