England Gartenzwerge locken Taucher in tödliche Tiefen

Klar ist das Wasser des Wastwater und kalt - und auch sehr langweilig, denn kaum ein Fisch erfreut die Taucher, die der tiefste See des englischen Lake Districts herausfordert. Deswegen begann einer von ihnen einen Unterwasser-Gartenzwerg-Park anzulegen. Die Attraktion kostete schon drei Menschen das Leben.


Harmlose Überwasser-Gartenzwerge: In großen Tiefen können sie tödlich sein
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Harmlose Überwasser-Gartenzwerge: In großen Tiefen können sie tödlich sein

London - Mehr als 40 Gartenzwergen samt liebevoll gestaltetem Dorf mit Zäunen und kleinen Gärten haben einheimische Taucher nach und nach auf dem Grund des 80 Meter tiefen Sees im Lake District aufgebaut. Das Zwergendorf lockt immer wieder Abenteurer aus dem ganzen Land an, die sich jedoch des Risikos offensichtlich nicht bewusst sind: Nach Berichten in britischen Medien vom Montag blieben die verunglückten Taucher zu lange in zu großer Tiefe, um die Gartenzwerge zu finden.

Obwohl Polizeitaucher wegen der Gefahr regelmäßig die Unterwasserzwerge einsammeln, ist die Kolonie immer weiter gewachsen - und in immer größere Tiefen vorgedrungen. "Wir Polizeitaucher dürfen aus rechtlichen Gründen höchstens 50 Meter tief tauchen", sagte ein Polizist dem britischen Rundfunksender BBC. "Wenn es einen neuen Garten mit Zwergen gibt, der tiefer liegt, können wir nichts mehr machen."

Unter Tauchern ist die Gartenzwerg-Kolonie schon seit Jahren ein Geheimtipp. Zur Gemeinschaft der Zipfelmützen führt sogar ein Seil direkt hin, und im Internet gibt es jede Menge Hinweise, wo welcher Zwerg zu finden ist. Es gibt bereits Pläne, einen ähnlichen Park in Ullswater, einem weiteren See des Lake Districts, aufzubauen, berichtete die Zeitung "News&Stars".



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