Entführte Touristen: Auswärtiges Amt verschärft Reisehinweis für Äthiopien

Mit einem verschärften Reisehinweis hat das Auswärtige Amt auf den Überfall auf Touristen in Äthiopien reagiert. Von Reisen in die betroffene Region an der Grenze zu Eritrea wird nun dringend abgeraten.

Berlin - Angesichts des Überfalls auf eine Reisegruppe im Norden Äthiopiens hat das Auswärtige Amt (AA) seinen Sicherheitshinweis für die betroffene Region verschärft. Es rät auf seiner Internetseite nun "bis auf weiteres von Reisen in die Danakil Wüste und die nördliche Afar Region dringend ab". In dem Grenzgebiet zu Eritrea waren in der Nacht zum Dienstag fünf Urlauber bei einem Überfall erschossen worden.

Das AA hatte schon vor dem Zwischenfall auf ein erhöhtes Risiko in dem Gebiet hingewiesen. "Die Situation an der Grenze zu Eritrea bleibt angespannt", heißt es weiterhin auf der Seite der Behörde. "Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen" könnten nicht ausgeschlossen werden. Auch mit Landminen müsse gerechnet werden.

Bei dem Überfall am Dienstag waren nach Angaben der äthiopischen Regierung zwei Deutsche, zwei Ungarn und ein österreichischer Tourist getötet worden. Der Reiseveranstalter Diamir erklärte, die betreffende Reise nach Äthiopien sei seit 2006 im Programm und werde mehrmals pro Jahr veranstaltet. "Bis zum gegenwärtigen Zwischenfall hatte Diamir keinerlei Hinweise darauf, dass die Sicherheit der Gäste in der Region infrage stehen könnte", erklärte das Unternehmen. "Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls bestand weder für Äthiopien noch für Teile des Landes eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland."

Die Region Afar ist eines der heißesten Gebiete der Erde. In die Gegend wagen sich außer Einheimischen nur Forscher, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Abenteuer-Touristen. Berühmt ist das Gebiet für die Danakil-Senke, ein unter dem Meeresspiegel gelegenes Gebiet mit Salzseen und Vulkanen.

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11  Bilder
Äthiopien als Touristenziel: Felsenkirchen und Strohhütten

sto/dpa/Reuters

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