Erdrutsch in den Anden Tausend Machu-Picchu-Touristen von Schlammlawine eingeschlossen

Nach zwei Erdrutschen sitzen noch mehr als Tausend Touristen in der Inka-Festung Machu Picchu fest. Etwa 150 Menschen konnten inzwischen per Helikopter ausgeflogen werden.


Rettungsteams, Verletzte: Das Tal ist abgeschnitten
AFP

Rettungsteams, Verletzte: Das Tal ist abgeschnitten

Lima - Etwa 1500 Touristen hielten sich zum Zeitpunkt des Unglücks in der legendären Ruinenstadt Machu Picchu in 2450 Metern Höhe auf, als die Geröll- und Schlammlawinen ins Tal donnerten.

Hochwasser in dem Fluss Alcamayo und heftige Regenfälle hatten die Katastrophe ausgelöst. Zahlreiche Häuser in dem nahe gelegenen Ort Aguas Calientes wurden zerstört, ein Einheimischer wurde tot geborgen, für zehn weitere verschüttete Bewohner gibt es nach einem Bericht der Zeitung "El Comercio" kaum noch Hoffnung. Den Angaben zufolge gibt es unter den Touristen keine Verletzten.

Inka-Stadt Machu Picchu: Perus größte Touristenattraktion
AP

Inka-Stadt Machu Picchu: Perus größte Touristenattraktion

Perus Präsident Alejandro Toledo, der sich zur Zeit des Unglücks in der Gegend aufhielt, leitete die Rettungsaktion für einige einheimische Verletzte und stellte seinen Hubschrauber für Hilfsflüge zur Verfügung.

Die Bahnlinie zwischen Cusco und Machu Picchu - und damit der einzige Weg in die Ruinenstadt - ist noch immer durch Geröll blockiert. Ansonsten führt nur einen beschwerlicher Wanderweg nach Machu Picchu, der wichtigsten Touristenattraktion Perus, die jährlich von zehntausenden Urlaubern aus aller Welt besucht wird.



© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.