Studie zur Wasserqualität: So sauber sind Europas Badestellen

Wo ist das Wasser sauber, wo sollte man lieber nicht schwimmen gehen? Die EU-Kommission hat die Qualität von Gewässern in Europa getestet und eine deutliche Verbesserung registriert. Deutschland zählt demnach zu den Top-Zielen für den Badeurlaub.

Studie: Sauber baden in Europa Fotos
REUTERS

Europa geht baden - und zwar in ziemlich sauberen Gewässern. Das ist das Ergebnis einer Studie der EU-Kommission, in der die Wasserqualität der 27 EU-Mitgliedstaaten erhoben wurde. Mehr als 22.000 Badegewässer wurden untersucht, etwa zwei Drittel davon an Meeresküsten, der Rest an Flüssen und Seen.

Auf einer Internetseite listet sie die exakten Testergebnisse auf.

Ergebnis: 94 Prozent davon erfüllen die Mindestanforderungen an Sauberkeit, im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Qualität insgesamt verbessert. An 78 Prozent der Standorte ist die Wasserqualität sogar hervorragend. Die Anzahl der Badeorte, die den Mindestanforderungen entsprechen, ist gegenüber dem Bericht des Vorjahres um beinahe zwei Prozent gestiegen.

In Deutschland verzeichnete die Studie bei den Badegewässern an der Küste eine deutliche Verbesserung. 79,5 Prozent davon wurde eine exzellente Qualität bescheinigt, das ist eine Erhöhung um 4,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Bei inländischen Gewässern blieb der Anteil mit Bestnote nahezu gleich: 89,7 Prozent wurden als "exzellent" eingestuft, das sind 0,5 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Acht deutschen Badegewässern wurde eine "schlechte Qualität" bescheinigt, im Vorjahr waren es noch 15 gewesen. Insgesamt wurden 2295 deutsche Badestellen untersucht.

"Es bleibt viel zu tun"

Am besten kamen Zypern und Luxemburg weg, wo sämtliche Badestellen die Qualitätsanforderungen erfüllten. Die Werte der bakteriellen Belastung durch Abwässer und Tierhaltung waren dort allesamt unbedenklich. Über dem europäischen Durchschnitt lagen außerdem Malta (97 Prozent der Badestellen wurden als hervorragend eingestuft), Kroatien (95 Prozent), Griechenland (93 Prozent), Deutschland (88 Prozent), Portugal (87 Prozent), Italien (85 Prozent), Finnland (83 Prozent) und Spanien (83 Prozent). Schlecht schnitten dagegen Belgien, die Niederlande und Großbritannien ab.

"Es ist ermutigend zu sehen, wie sich die Qualität der europäischen Badegewässer kontinuierlich verbessert," sagte EU-Umweltkommissar Janez Potocnik. "Aber es bleibt noch viel zu tun, bis alle unsere Gewässer Trinkwasser- und Badegewässerqualität haben und unsere aquatischen Ökosysteme gesund sind."

Die Europäische Umweltagentur empfahl den Bürgern, vor der Anreise zu prüfen, wie ihre bevorzugten Baderegionen eingestuft werden.

sto

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