E-Bikes: EU-Parlament bestätigt Führerscheinpflicht für schnelle Pedelecs

Besonders schnelle Elektrofahrräder gelten weiter als Kleinkrafträder - das hat das Europäische Parlament beschlossen. Zur Diskussion stand, ob sogenannte S-Pedelecs als Fahrräder eingestuft werden sollen. Sie erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h.

Fahrrad oder Kleinkraftrad: Das EU-Parlament hat über den Status von Pedelecs beraten Zur Großansicht
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Fahrrad oder Kleinkraftrad: Das EU-Parlament hat über den Status von Pedelecs beraten

Bremen - Brauchen Radler für ein E-Bike einen Führerschein? Über diese Frage hat das Europäische Parlament diskutiert und folgenden Beschluss gefasst: Fahrer von schnellen Pedelecs - das sind solche, die bis zu 45 km/h erreichen, ohne dass sich der Fahrer beim Treten großartig anstrengen muss - benötigen wie bisher ein Versicherungskennzeichen und mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung. Darauf weist der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hin.

Führerschein- und versicherungsfrei bleiben Pedelecs, deren Elektromotor höchstens 250 Watt leistet und den Fahrer bis maximal 25 km/h beim Treten unterstützt - sie gelten als Fahrräder. Der Beschluss des EU-Parlaments muss noch vom Europäischen Rat bestätigt werden.

Der ADFC begrüßt die Beibehaltung der Leistungsgrenze unter anderem deshalb, weil die Hersteller für Kleinkrafträder eine Typgenehmigung brauchen. Und die stelle sicher, dass zum Beispiel Fahrwerk und Bremsen schneller Pedelecs für hohes Tempo ausgelegt sind.

Der Name Pedelec leitet sich von der Tatsache ab, dass sich ein elektrischer Motor einschaltet, wenn der Radler auch in die Pedale tritt. Für die besonders leistungsfähigen Exemplare hat sich auch der Name S-Pedelec eingebürgert. Mehr über die unterschiedlichen E-Bike-Modelle erfahren Sie hier.

dpa/jus

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1. Warum nicht 30 km/h
Spiegelwahr 23.11.2012
Warum hat man wieder die Chance verpaßt und nicht die Grenze bei 30 km/h festgelegt. Die Gefahr in der 30 Zone wär auf Grund der gleichen Geschwindigkeit mit den anderen Verkehrsteilnehmern geringer. Verstand ist keine Voraussetzung für Politiker.
2. Tödliche Unfälle durch Überfahren eines Fußgängers durch einen Radfahrer, sind selten
mundi 23.11.2012
Zitat von SpiegelwahrWarum hat man wieder die Chance verpaßt und nicht die Grenze bei 30 km/h festgelegt. Die Gefahr in der 30 Zone wär auf Grund der gleichen Geschwindigkeit mit den anderen Verkehrsteilnehmern geringer. Verstand ist keine Voraussetzung für Politiker.
Der Elektromotor meines E-Bikes läuft nicht permanent. Er unterstützt zeitweise den Fahrer beim Treten der Pedale, wenn größere Kraft erforderlich ist. So beim Anfahren oder Bergauffahren. Ab Geschwindigkeit von 25 km/Stunde kann die E-Motor-Unterstützung nicht abgerufen werden. Deshalb kommt auf einer Ebene ein guter Radfahrer mit einem „normalen“ Fahrrad locker vorbei. Trotzdem schreit niemand nach einem Führerschein für Radfahrer. Vielleicht deshalb, weil ein Radfahrer sehr selten so schnell fährt. Ein S-Pedelec aber immer. Trotzdem: Tödliche Unfälle, durch Überfahren eines Fußgängers durch einen Radfahrer, kommen sehr selten vor. Egal ob im Wald oder in einer Fußgängerzone. Mit oder ohne Führerschein.
3. Klatschen
dabisteplatt 23.11.2012
Beifall von den Versicherern. Da Klingelts wieder in der Kasse. Die Industrie, Die Banken, die Versicherer, der Handel, alee haben Sie ihre Regierung nur der normale Bürger nicht.
4. Wer fährt denn schon...
tzdv9000 23.11.2012
Zitat von SpiegelwahrWarum hat man wieder die Chance verpaßt und nicht die Grenze bei 30 km/h festgelegt. Die Gefahr in der 30 Zone wär auf Grund der gleichen Geschwindigkeit mit den anderen Verkehrsteilnehmern geringer. Verstand ist keine Voraussetzung für Politiker.
...30 in der Tempo 30-Zone? (Genau - fast niemand.) Und wer erwartet auch nur einen Funken Logik aus Brüssel? (Richtig - auch keiner.) Und darum bleibt es bei 45 auch für Pedelecs, damit die Anzahl der "Opfer" (meint: 45 in der Stadt, wo meist 50 gefahren werden kann) möglichst hoch und die der möglichen Interessenten für so ein Bike so niedrig wie möglich gehalten werden kann. Wenn ich noch den Nerv hätte, täte ich zwei Initiativen gründen: "60 für 50" (60 km/st für 50 cm³-Mopeds und auch Pedelecs, analog zu den Vorschriften in der DDR) und "125 für alle" (Aufhebung der starren Altersgrenze für den Betrieb eines Motorrades bis 125 cm³ mit der PKW-Fahrerlaubnis). Aber wer mag, darf diese Slogans gern verwenden... ...and f**k for Brussels.
5.
7eggert 23.11.2012
Zitat von SpiegelwahrWarum hat man wieder die Chance verpaßt und nicht die Grenze bei 30 km/h festgelegt. Die Gefahr in der 30 Zone wär auf Grund der gleichen Geschwindigkeit mit den anderen Verkehrsteilnehmern geringer. Verstand ist keine Voraussetzung für Politiker.
Einerseits könnte man vermuten, daß man mit den jeweils 5 km/h unter typischen Höchstgeschwindigkeiten direkt dem Fahrer das Gefühl geben will, weniger Wert zu sein, als die anderen Fahrer. Vielleicht hofft man, daß zusätzlich andere Verkehrsteilnehmer empfindlich auf diese "Störung" reagieren und dem Fahrradfahrer durch bewußt gefährliches Überholen (z.B. ohne Abstand, mit Abdrängen) das Fahren verleiden werden. Andererseits ist es so, daß man auch bei 35 km/h mit dem Fahrrad in der 30er-Zone überholt wird, auf dem Motorrad selbst bei 25 km/h nicht, also die Einschränkung auf 25 km/h wohl nicht viel bewirkt.
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