Euro-Krise Deutsche Touristen sollen Griechenland helfen

Tourismus als Konjunkturhilfe: Deutsch-griechische Arbeitsgruppen sollen künftig Konzepte erarbeiten, wie mehr Besucher in das krisengeplagte Mittelmeerland gelockt werden können - zum Beispiel mit Hilfe von Rabatten für Schüler und Studenten.


Berlin - Die Bundesrepublik und Griechenland wollen gemeinsam mehr deutsche Urlauber für das Mittelmeerland gewinnen. Gerade in der aktuell schwierigen Situation seien Touristen wichtig, sagte der griechische Parlamentspräsident Philippos Petsalnikos am Montag bei einem Treffen von Abgeordneten beider Länder in Berlin. "Wir benötigen Wachstum." Länderübergreifende Arbeitsgruppen sollen nun die Möglichkeiten ausloten, etwa rabattierte Schüler- und Studentenreisen und neue Reiseziele.

"Wir hatten im vergangenen Jahr eine sehr positive Entwicklung im Griechenland-Tourismus", sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbands, Jürgen Büchy. Die Zahl der Besucher aus Deutschland habe um zehn Prozent zugelegt. Der Trend müsse sich fortsetzen. Problematisch sei allerdings, dass die touristische Infrastruktur in Griechenland überaltert sei. "Das muss man angehen."

Der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Ernst Burgbacher (FDP), sagte: "Die größte Reisegruppe, die nach Griechenland kommt, sind die Deutschen." Die Stabilisierung der griechischen Wirtschaft sei auch in deutschem Interesse.

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Touristenziel Griechenland: Trauminseln und antike Baukunst

sto/dpa



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