Unfall in der Nacht Eurostar-Zug prallt auf Hirsch

Crash mit Hirsch: Ein Eurostar-Zug ist mitten in der Nacht mit einem Wildtier zusammengeprallt. Der Triebwagen war so stark beschädigt, dass die Passagiere erst mit stundenlanger Verspätung den Zielort Paris erreichen konnten.


Paris - Nach einem Wildunfall hat ein Eurostar-Hochgeschwindigkeitszug bei Lille in Frankreich mitten in der Nacht stundenlang auf freier Strecke gestanden. Die rund 450 Passagiere trafen mit mehr als fünf Stunden Verspätung gegen 4.30 Uhr am Zielort Paris ein, wie die Gesellschaft am Donnerstag via Twitter mitteilte.

Der Zug hatte London am Mittwochabend verlassen. Bei Lille prallte er nach Angaben eines Bahnsprechers gegen einen Hirsch. Fast drei Stunden lang mussten die Passagiere daraufhin ausharren.

Die Spitze des Triebwagens sei durch den Aufprall beschädigt worden, sagte der Bahnsprecher. Es habe gedauert, bis ein Technikerteam am Unfallort eingetroffen sei und ein in sich verdrehtes und auf den Schienen schleifendes Blechteil entfernt habe.

Nach der Reparatur konnte der Zug mit gedrosselter Geschwindigkeit die restlichen rund 40 Kilometer bis Lille weiterfahren. Dort seien die Passagiere in einen anderen Zug umgestiegen.

abl/AFP



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