Expo-Seilbahn Freier Blick auf gelbes Wellblech

Mit einem kräftigen Grappa und Musik aus Südtirol haben Bergsteiger Reinhold Messner, Expo-Chefin Birgit Breuel und Gäste aus 100 Teilnehmerstaaten am Montag die Expo-Seilbahn in Betrieb genommen. Ab 1. Juni können auch Besucher der Weltausstellung aufs Dach schauen - für fünf Mark pro Kopf.


Nach der ersten Fahrt in einer der 136 gelben Gondeln gab Expo-Chefin Breuel das zu Protokoll, wofür sie bezahlt wird: "Es ist traumhaft. Es gibt mir ein völlig neues Expo- Gefühl." Bergsteiger Messner fügte hinzu, die Bahn sei mehr als nur ein Fortbewegungsmittel auf dem Expo-Gelände, "es ist eine Erlebnisbahn".

Rund 25 Millionen Mark hat die Expo in die Seilbahn "Skyliner" investiert
DPA

Rund 25 Millionen Mark hat die Expo in die Seilbahn "Skyliner" investiert

Bei der ersten Fahrt zeigte sich, dass einige Nationen beim Bau ihrer Pavillons nicht gerade großen Wert auf die Gestaltung ihrer Dächer gelegt haben. Das Wüstenfort der Vereinigten Arabischen Emirate etwa ist mit gelben Wellblechplatten verkleidet. Nett hingegen haben die Spanier ihr Dach gestaltet. Mit weißem Kies schrieben sie den Namen ihres Landes auf das braune Dach.

Die Seilbahn verbindet in zwei Schleifen über eine Mittelstation den Nordwestzipfel des Expo-Geländes mit der Südostecke auf insgesamt 2,9 Kilometern. Die Stützen sind bis zu 50 Meter hoch, die Gondeln für bis zu sieben Personen eigens für die Expo entwickelt worden. Die Seilbahn kostete rund 25 Millionen Mark.

Besucher der Expo müssen für eine Fahrt fünf Mark zahlen, Kinder unter 1,20 Meter Größe fahren kostenlos. Wer das gesamte Expo-Gelände aus der Luft sehen will, zahlt zehn Mark. Pro Tag können bis zu 144.000 Menschen den "Skyliner" nutzen.



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