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05. Februar 2013, 13:58 Uhr

Ohne Sicherheitsgurt

Extremsportler klettert auf Hotel in Havanna

Alain Robert kletterte bereits am Empire State Building hoch und erklomm den höchsten Turm von Paris. Nun hat sich der französische "Spiderman" mit bloßen Händen am legendären kubanischen Hotel Habana Libre hochgezogen.

Havanna - In luftiger Höhe fühlt er sich offenbar am wohlsten: Der als "französischer Spiderman" bekannte Fassadenkletterer Alain Robert hat in der kubanischen Hauptstadt das berühmte Hotel Habana Libre erklommen. Viele Schaulustige verfolgten am Montag im zentralen Stadtteil Vedado seinen Aufstieg, wie Augenzeugen berichteten. Die Polizei stoppte derweil den Verkehr. Die kubanischen Behörden hatten die Aktion genehmigt.

Robert, der schon das Empire State Building in New York und das höchste Gebäude von Frankreich bezwungen hat, war vor vier Monaten schon mal nach Havanna gereist, um sich ein Ziel auszusuchen. Mit seiner Aktion wolle er Fidel Castro unterstützen, sagte der 50-jährige Extremsportler vor seiner ersten Klettertour in Kuba.

Verglichen mit seinen Topleistungen ist das Habana Libre (27 Etagen) zwar recht klein. Doch auf Kuba hat es eine hohe symbolische Bedeutung. Das seit 1958 bestehende Hotel diente dem inzwischen 86-jährigen Revolutionsführer Fidel Castro nach seinem Marsch auf Havanna zeitweilig als Hauptquartier. Mit seinen bärtigen Kampfgefährten begann er von der 24. Etage aus die sozialistische Umgestaltung der größten Karibikinsel.

Internationale Presse und wohl auch zahlreiche CIA-Agenten lungerten damals in den Lobbys. Die Deutsche Marita Lorenz beschrieb in ihren 2001 erschienenen Memoiren, wie sie 1959 einige Wochen als Castros Geliebte in der Suite 2406 lebte.

Nun nahm Alain Robert das Gebäude etwas genauer unter die Lupe - von außen. Er benötigte für seinen Stunt vom vierten zum 26. Stock des 70 Meter hohen Hotels gerade mal 28 Minuten. "Der Aufstieg war nicht all zu schwer", sagte er. Bei jedem neuen Stockwerk erhielt er heftigen Applaus von rund 2000 Zuschauern. "Es war aufregend und eine großartige Show", sagte die 58-Jährige Rosalba Garcia, die die Aktion mit ansah. "Aber ich hatte auch Angst, er könne hinunterfallen."

Anders als bei seinem Kletterrekord auf den höchsten Turm der Welt - den 828 Meter hohen Burdsch Chalifa in Dubai - verzichtete er diesmal auf einen Sicherheitsgurt.

jus/dpa/AFP/Reuters

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