Berlin - Bei Buchungsportalen sollten Reisende auf den ersten Blick den kompletten Flugpreis einschließlich aller Nebenkosten erkennen können - so lautet ein Urteil des Bundesgerichtshofs. Doch nach wie vor müssen Kunden bei Flugbuchungen im Internet auf Zusatzkosten gefasst sein. Wie Stiftung Warentest ermittelte, kann ein Schnäppchenpreis deutlich teurer werden als zunächst angezeigt. Die Tester verglichen 15 Flüge bei acht Preissuchmaschinen und neun Online-Reisebüros.
So berechne etwa Ryanair für einen 15-Kilogramm-Koffer 20 bis 30 Euro, bei der Lufthansa koste die Kreditkartenzahlung zwischen 5 und 18 Euro. Auch Swiss, Austrian und Brussels Airlines kassierten Gebühren. Wie der Test weiter ergab, sind Flüge bei Online-Reisebüros etwas teurer als bei Preissuchmaschinen. Bei vier Reisebüros, darunter opodo und ebookers.de, seien Zusatzleistungen wie Reiserücktrittsversicherungen schon ausgewählt gewesen. Diese seien oft aber überflüssig oder zu teuer.
Generell werteten die Warentest-Tester ihr Ergebnis jedoch als erfreulich: Alle geprüften Preissuchmaschinen hätten günstige Flüge gefunden. Die besten Ergebnisse erzielten billigflieger.de, momondo und swoodoo.com. Unter den Online -Reisebüros war die holländische Seite cheaptickets.de der Preissieger, günstige Flüge ermitteln auch cheaptickets.de, expedia.de und lastminute.de.
Das Portal fluege.de der Leipiziger Firma Unister fiel den Testern dagegen besonders negativ auf. Voreingestellte Zusatzkosten sowie die undurchsichtige Preisgestaltung wurden kritisiert. Die Stiftung Warentest riet bei diesem Anbieter zur Vorsicht.
dkr/dapd
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