Bombenfund in Frankfurt A3 gesperrt, Luftraum wird abgeriegelt

Bei Bauarbeiten an der A3 bei Frankfurt sind Arbeiter auf eine Weltkriegsbombe gestoßen - die Autobahn ist komplett gesperrt. Sobald die Entschärfung beginnt, wird auch der Luftraum abgeriegelt. Mit Flugverspätungen und -ausfällen ist zu rechnen.

Vollsperrung auf der Autobahn 3 bei Obertshausen: Eine Weltkriegsbombe muss entschärft werden
DPA

Vollsperrung auf der Autobahn 3 bei Obertshausen: Eine Weltkriegsbombe muss entschärft werden


Offenbach - Der Fund einer Weltkriegsbombe direkt neben der stark befahrenen Autobahn 3 bei Frankfurt bringt Straßen- und Flugverkehr durcheinander. Die Polizei hat die A3 zwischen dem Offenbacher Kreuz und Obertshausen in beide Richtungen komplett gesperrt. Autofahrer wurden aufgefordert, den Bereich weiträumig zu umfahren. Hier bilden sich Staus.

Auf dem Frankfurter Flughafen darf die Südbahn nicht mehr für Landungen genutzt werden, sagte Fraport-Sprecher Christopher Holschier SPIEGEL ONLINE. Aus Sicherheitsgründen müsse ein Mindestabstand von 1000 Meter über der Fundstelle eingehalten werden. Da die Bombe östlich des Airports liege, seien Starts auf der Südbahn Richtung Westen aber möglich. Gelandet wird zurzeit dafür auf der benachbarten Centerbahn.

Im Moment gebe es kaum Auswirkungen auf den Flugverkehr, sagte Holschier. Allerdings müssten die Deutsche Flugsicherung und die Polizei den kompletten Luftraum sperren, sobald die Entschärfung der Weltkriegsbombe beginnt. Dann müssten Passagiere auch mit Verspätungen und Flugausfällen rechnen. Schon jetzt blieben Flugzeuge mit Ziel Frankfurt an ihren Startorten stehen.

Wie ein Sprecher der Polizei SPIEGEL ONLINE sagte, würden Flughafensicherung und Fraport eine halbe Stunde vor Beginn der Entschärfung informiert. Nach jetzigem Stand sollten die Arbeiten bis 21 Uhr abgeschlossen sein.

Am südlichen Stadtrand von Offenbach wurden mehrere Wohnhäuser geräumt, die innerhalb der Sicherheitszone lagen.

Die 500 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war bei Bauarbeiten direkt an der Autobahn in Fahrtrichtung Würzburg gefunden worden. Das Regierungspräsidium Darmstadt teilte mit, der Sprengkörper müsse "umgehend entschärft bzw. unschädlich gemacht werden". Der Kampfmittelräumdienst war vor Ort. Die Bombe sei mit einem chemischen Zünder ausgestattet, der als besonders schwer zu entschärfen gilt.

abl/dpa



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
vorsicht.sarkasmus 19.08.2014
1. War's Putin???
Dahinter kann doch nur Putin stehen, der die deutsche Luftfahrt und das Finanzzentrum Frankfurt treffen will. Wann fordern Merkel und Steinmeier endlich härtere Sanktionen gegen die Herrscher im Kremel? :-)
Malshandir 19.08.2014
2. Amerikanische oder britische Bombe?
Die Frage ist wichtig, denn bei einer amerikanischen kann man sagen, die Amerikaner lassen Bomben in Deutschland hochgehen
kraichgau12 19.08.2014
3. tja
und ewig danken wir unser "befreiern" für ihr moral bombing..in etwa so,wie andere leider ins fadenkreuz der bomberflotte gekommene länder wie nord korea,nord-vietnam und sonstige heute sagen,das sie zu ihrem glück gebombt wurden...ohne das die bomber jemals einen cent für die entsorgung ihrer faild bombs ausgeben müssten..sie sind ja schliesslich die neuen herren,monroe doctrin bis heute
fraumitmeinung 19.08.2014
4. Und es hat rumms gemacht
Wir leben Luftlinie keine 10km vom Bombenfundort entfernt und eben gerade hat es furchtbar gekracht. Ich hoffe es war die in den Medien angekündigte Absprengung des Zünders und nicht die Bombe selbst!
vorsicht.sarkasmus 19.08.2014
5.
Zitat von fraumitmeinungWir leben Luftlinie keine 10km vom Bombenfundort entfernt und eben gerade hat es furchtbar gekracht. Ich hoffe es war die in den Medien angekündigte Absprengung des Zünders und nicht die Bombe selbst!
Es war die Bombe. Nachdem die Entschärfung gescheitert war, wurde die Bombe gesprengt, meldet der HR im Teletext.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.